„Schaden an der Gemeinschaft“

Unbekannte zerstören Hecke: Ortsvorsteher von Albshausen spricht von Sabotage

Er ist stinksauer: Ralf Kauffeld, Ortsvorsteher von Albshausen zeigt einen Teil der abgehackten Hainbuchenpflanzen. Er kann nicht verstehen, wieso jemand so etwas macht.  
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Er ist stinksauer: Ralf Kauffeld, Ortsvorsteher von Albshausen zeigt einen Teil der abgehackten Hainbuchenpflanzen. Er kann nicht verstehen, wieso jemand so etwas macht.  

Ralf Kauffeld ist sauer. Und zwar so richtig. Unbekannte haben die neu gepflanzte Hainbuchenhecke am Dorfgemeinschaftshaus in Albshausen mutwillig kaputtgemacht. „Ich verstehe nicht, wie man so etwas machen kann“, sagt der Ortsvorsteher.

Albshausen – Am vergangenen Sonntag war ihm der Schaden aufgefallen, als er einen losen Ast auf dem Pflaster vor dem DGH fand. „Da dachte ich noch, dass der Zweig vielleicht wegen des Sturms abgebrochen ist.“ Aber keinesfalls: Als Kauffeld sich die Hainbuchenpflänzchen der Hecke näher anschaute, fiel ihm auf, dass etwa die Hälfte der Pflanzen unten direkt am Boden abgehackt und später wieder in die Erde gesteckt worden war. An manchen Stellen sind in der Erde sogar noch Einstiche eines Werkzeuges zu sehen. Sie könnten von einem Spaten oder einem Kantenstecher stammen. „Das hat hier jemand ganz gezielt zerstört“, sagt Kauffeld. Die Hainbuchenhecke war erst vor einem Jahr gepflanzt worden. Vorher war an der Stelle eine Thuja-Hecke. Der hatten die trockenen Sommer der vergangenen Jahre allerdings sehr zugesetzt.

Deshalb habe sich der Ortsbeirat einstimmig für die Anlage einer Hainbuchenhecke entschieden, um den Vorplatz von der stark befahrenen Bundesstraße zu trennen. Hainbuchen halten Trockenheit deutlich besser aus.

Damit die Pflänzchen gut anwachsen, war extra ein Bewässerungsschlauch verlegt worden. „Es steckt eine Menge Arbeit dahinter, die hier einfach mit Füßen getreten wird. Ein Jahr Pflege war jetzt quasi für nichts“, sagt Kauffeld, der sich durch den Gang an die Öffentlichkeit Hinweise auf die Täter erhofft. Der finanzielle Schaden sei hingegen gering, eine Pflanze koste um die drei Euro, schätzt der Ortsvorsteher. Dass sich Kinder oder Jugendliche einen Streich erlaubt haben, glaubt Kauffeld nicht – zumal ein geeignetes Werkzeug extra mitgebracht worden sein muss. „Ich finde, es grenzt an Sabotage. Es ist ein Schaden an der Gemeinschaft.“

Wann das Ganze passiert sein könnte, weiß der Ortsvorsteher nicht. Denn schließlich sei der Schaden nur durch Zufall aufgefallen. Es könnte also schon einige Zeit vorher passiert sein. „Auf jeden Fall geht das gar nicht.“

Mitarbeiter des Bauhofs werden in den kommenden Tagen neue Hainbuchenpflänzchen einsetzen. Welche, die vom Alter dann mit denen, die von der Zerstörungswut des Unbekannten verschont geblieben sind, gut zusammenpassen. (Carolin Hartung)

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