Wie die Suche weitergeht, ist offen

Kaweyar aus Guxhagen seit einer Woche vermisst: Wehre und Wasserkraftwerke im Fokus

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Die bisher erfolglose Suche nach der fünfjährigen Kaweyar aus Guxhagen geht auch eine Woche nach dem Verschwinden weiter. Wie lange noch intensiv gesucht wird, ist noch offen.

Aktualisiert am 24. Februar um 13 Uhr - Auch eine Woche nach dem Verschwinden der fünfjährigen Kaweyar aus Guxhagen fehlt von dem Mädchen jede Spur. Wie die Wasserschutzpolizei am Sonntag auf Anfrage mitteilte, wurde am Wochenende mehrmals die Fulda von Guxhagen bis zum Wehr Neue Mühle intensiv abgesucht. "Aber leider ergebnislos", sagt der Leiter der Wasserschutzpolizei Alexander Lorch.

Die Wehre und Wasserkraftwerke habe die Polizei dauerhaft im Blick. Wie die Suche in der kommenden Woche fortgesetzt wird, soll am Montag entschieden werden, so Lorch. "Die intensive Suche werden wir aber nicht endlos so weiterführen." Im Rahmen der Streife würde der Fulda-Abschnitt jedoch weiterhin kontrolliert.

Meldung von Samstag:

Die fünfjährige Kaweyar aus Guxhagen ist auch am Samstag zunächst weiter vermisst geblieben. Eine größere Suchaktion sei für den Tag nicht geplant, sagte ein Polizeisprecher in Kassel. Die Wasserschutzpolizei halte jedoch auf der Fulda weiter Ausschau. Es gebe zwar viele Hinweise aus der Bevölkerung, eine heiße Spur habe sich daraus aber bislang nicht ergeben.

Das kleine Mädchen wird seit mittlerweile fast einer Woche vermisst. Die Fünfjährige war am vergangenen Sonntag von einem Spielplatz nahe der Fulda in Guxhagen verschwunden.

Vermisst: die fünfjährige Kaweyar. Sie verschwand von einem Spielplatz in Guxhagen im Schwalm-Eder-Kreis. Nun wird nach dem Kind gesucht. Nun bittet die Polizei die Anwohner um Hilfe. 

Meldung von Freitagabend:

Die fünfjährige Kaweyar aus Guxhagen bleibt weiter vermisst. Da die Polizei nach wie vor davon ausgeht, dass das Mädchen in die Fulda gefallen ist, setzte die Wasserschutzpolizei am Freitag die Suche auf der Fulda fort. Das Mädchen war am vergangenen Sonntag von einem Spielplatz in Guxhagen nahe der Fulda verschwunden.

Mit zwei Booten der Feuerwehr Guxhagen und der Wasserschutzpolizei wurden am Freitag noch einmal fast 15 Kilometer Flusslauf bis zum Wehr „Neue Mühle“ intensiv abgesucht, teilt Alexander Lorch, Leiter der Wasserschutzpolizei in Kassel mit. „Wir fahren den Bereich nun mehrmals am Tag ab.“ Die Schwerpunkte der Suche liegen auf den Wehren und Kraftwerkseinläufen. Auch die Vog’tsche Mühle in Kassel werde in Augenschein genommen.

Einen menschlichen Körper, der keine Metallgegenstände an sich trägt, in der Fulda zu suchen sei tatsächlich wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen, sagt Lorch. Es gebe keine Technik, mit der es möglich sei, einen solchen Fluss komplett abzusuchen. „Die Fulda ist an manchen Stellen bis zu 60 Meter breit.“ Hinzu komme, dass die „Neue Mühle“ ein Steinwehr sei. Dieses könne man nicht so regulieren und Wasser ablassen wie beispielsweise die Stadtschleuse. Zusätzlich laufe auch von der Edertalsperre Wasser hinzu.

Seit Sonntag seien die Wassestände deutlich gesunken, sagt Lorch. Der Pegel bei Guntershausen lag Sonntag noch bei 1,75 Metern, gestern bei 1,39. „Dadurch ergeben sich immer wieder andere Blickwinkel. Man sieht Bereiche, die man vorher nicht gesehen hat“, erklärt Alexander Lorch.

Die Feuerwehr Guxhagen unterstützte die Suche am Freitag mit einem Schlauchboot. Dieses könne man auch in niedrigen Bereichen gut einsetzen. Die Suche nach dem Mädchen wird auch am Samstag fortgesetzt.

Meldung vom Freitagmorgen:

Die Polizei gibt nicht auf: Auch am Donnerstag, 21. Februar, wurde weiter nach dem verschwundenen Mädchen aus Guxhagen gesucht. Aufgrund des gesunkenen Wasserpegels der Fulda wurde am Vormittag nach Angaben der Polizei nochmals ein Hubschrauber eingesetzt. Der Hubschrauber war mit hochauflösenden Kameras und einer Wärmebildkamera ausgestattet. Inzwischen steht fest: Auch die erneute Suche verlief ohne Ergebnis. 

Der Polizeihubschrauber hat den Bereich der möglichen Unglücksstelle in Guxhagen und die Fulda stromabwärts abgesucht. Auch die Wasserschutzpolizei setzte die Suche mit ihrem Boot auf der Fulda von Fuldabrück-Bergshausen stromaufwärts bis Guxhagen fort.

Weiterhin hofft die Polizei auf Hilfe der Bevölkerung und fordert Anwohner dazu auf, in ihren Gartenlauben und an anderen Orten nachzuschauen, ob sich das Kind dort versteckt. 

Auch am Mittwoch überwachte die Wasserschutzpolizei die Fulda, da befürchtet wird, das Mädchen könnte hineingefallen sein. Hinweise auf eine Straftat gebe es weiterhin nicht, man gehe von einem Unfall aus. Noch immer werden Zeugen angehört. 

Mädchen in Guxhagen verschwunden

Bisher gebe es keine heiße Spur, teilte Markus Brettschneider, Pressesprecher der Polizei Schwalm-Eder auf Anfrage mit. Kaweyar, das Mädchen einer Flüchtlingsfamilie aus dem Irak, war am Sonntagnachmittag von einem Spielplatz in Guxhagen spurlos verschwunden. Groß angelegte Suchaktionen verliefen bisher erfolglos. 

Der Spielplatz: Dort hatte die Fünfjährige mit ihrer Mutter und anderen Kindern gespielt, bevor das Kind verschwand.

Derzeit ginge die Polizei Hinweisen aus dem gesamten Bundesgebiet nach. Die Polizei kontrolliere verschiedene Bereiche rund um den Spielplatz weiter. So sei beispielsweise ein Abflussrohr am Mittwoch untersucht worden. Die Polizei ist in Guxhagen weiter unterwegs, um die Anwohner anzusprechen. Zudem suchen die Beamten mit Plakaten und Flyern, die so schnell wie möglich verteilt werden sollen.

Da Kaweyar Autistin ist, bestehe die Möglichkeit, dass sich das Kind irgendwo versteckt hat und „sich in ihrer eigenen Welt abgesetzt hat“, sagt Chefarzt Dr. Gunther Claus vom Klinikum Melsungen. „Ein typischer Autist hat Angst vor fremden Menschen. Sie würde niemanden ansprechen, und um Hilfe bitten so wie ein gesundes Kind.“ 

Mit diesen Plakaten und Flyern sucht die Polizei nach der verschwundenen Kaweyar.

Ohne etwas zu trinken halte ein Kind maximal 48 Stunden durch, bevor es bewusstlos werde, so Claus. „Essen ist nicht entscheidend.“ Erschwerend hinzu käme die Kälte in den Nächten. „Das Kind kühlt aus.“

Am Dienstag hatte Gerd Kümmel, Leiter der Polizei in Melsungen, gesagt: "Es gibt immer noch Hoffnung, dass das Kind überlebt hat." Deshalb gingen Beamte in Guxhagen von Tür zu Tür und befragten die Anwohner. Außerdem sei geplant, in den kommenden Tagen Flyer zu verteilen. 

Am Dienstagabend war die Suche mit Booten oder Hubschraubern zunächst eingestellt worden. Hinweisen wurde jedoch weiterhin nachgegangen. Auch Polizeistreifen hielten weiter Ausschau. Am Mittwochmorgen wurde die Suche fortgesetzt.

Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen 

 © Helmut Wenderoth
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
 © HessennewsTV
Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
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Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
 © Carolin Hartung
Verzweifelte Suche nach fünfjähriger Kaweyar in Guxhagen
 © Carolin Hartung
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Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
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Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
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Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
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Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
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Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
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Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
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Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
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Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
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Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
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Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
 © Carolin Hartung
Guxhagen Vermisstes Mädchen Kaweyar cha123
 © Carolin Hartung

Außerdem bittet die Polizei Anwohner, die an dem Tag zwischen 14 und 16 Uhr in der Nähe des Spielplatzes waren, oder Fotos vor Ort gemacht haben, sich bei der Polizei zu melden. „So könnten wir durch Zeugenaussagen herausfinden, wo sich das Mädchen zuletzt aufgehalten hatte“, so Kümmel. Auf die Polizei komme nun außerdem jede Menge Schreibtischarbeit zu. Durch das Verhören der Zeugen versuche die Polizei, genau zu rekonstruieren, wo sich Kaweyar zu welchem Zeitpunkt aufgehalten hat. Da auch Kinder verhört werden müssen, die kein Deutsch sprechen, müssten Dolmetscher zur Vernehmung hinzukommen.

Bis zum Dienstagnachmittag seien zahlreiche Hinweise von Anwohnern eingegangen. In sozialen Netzwerken haben Tausende die Nachricht vom Verschwinden des Kindes geteilt. Reiter aus Fuldabrück haben sich am Dienstag auf den Weg gemacht, um Kaweyar zu suchen. Sie wollten auch am Mittwoch ausreiten.

Man habe am Sonntag und Montag alles an moderner Technik zur Suche eingesetzt, was möglich gewesen sei, sagt Kümmel. Auf den Einsatz der neuen Drohnenstaffel des Deutschen-Roten-Kreuzes Kassel-Wolfhagen habe man bewusst verzichtet. Denn die Ausstattung der angeforderten Hubschrauber sei schlicht besser.

(mit dpa)

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