Kandidaten müssen kreativ sein

Bürgermeisterwahl in Guxhagen: Corona erschwert Wahlkampf

Rathaus Guxhagen
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Am 8. November sind in Guxhagen Bürgermeisterwahlen

Guxhagen – Die Bürgermeisterwahl am 8. November in Guxhagen rückt näher. Bis zum 31. August können noch Wahlvorschläge eingereicht werden. Währenddessen befinden sich Klaus Gerhold und Susanne Schneider, die beide parteilos antreten wollen, bereits mitten im Wahlkampf. Der stellt die Kandidaten allerdings wegen der Coronapandemie vor eine große Herausforderung.

„Die Kontaktbeschränkungen grenzen unsere Möglichkeiten im Wahlkampf arg ein“, sagt Klaus Gerhold. „Es gestaltet sich sehr sehr zäh. Der Wahlkampf ist mit viel mehr zeitlichem Aufwand verbunden als ohne Corona.“

Ohne Coronapandemie würden die Kandidaten derzeit zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte und Sommerfeste von Vereinen besuchen, um sich den Guxhagenern zu präsentieren. „Aber das ist ja alles nicht möglich“, sagt Gerhold. „Und wie es weiter in Richtung Herbst aussieht, weiß ja auch niemand.“ Gerhold versuche, derzeit auf jeder noch so kleinen Veranstaltung präsent zu sein, „aber die sind äußerst rar gesät“. Auch einen HNA-Lesertreff, normalerweise ein wichtiger Termin für die Kandidaten, um sich vor großem Publikum zu präsentieren, wird in dieser Form coronabedingt nicht stattfinden.

Um die jüngere Generation zu erreichen, setzen beide Kandidaten auf das Internet, insbesondere auf Soziale Medien wie Facebook und Instagram. Das sei aber auch ohne die Coronakrise ihr Plan gewesen, sagt Susanne Schneider. Sie nutzt derzeit außerdem ihre Kontakte, um sich den Guxhagenern in gemütlicher Atmosphäre vorzustellen – nämlich in deren Gärten. Bei diesem „Gartenformat“ lädt ein Bekannter um die zehn Personen in den Garten ein. „Dort kann ich mich vorstellen und bin auch zu Diskussionen bereit“, sagt Schneider. Der direkte Austausch mit den potenziellen Wählern sei äußerst wichtig. Und das Gartenformat sei ein regelrechter Selbstläufer. Der nächste Gastgeber finde sich meist direkt auf der Veranstaltung selbst. „Aber wir müssen das gute Wetter nutzen. In geschlossenen Räumen wird es dann wieder schwierig, so etwas zu veranstalten.“

Senioren könne man allerdings durch dieses Format auch schlecht erreichen. „Die Älteren sind sehr zurückhaltend wegen des Coronavirus“, sagt Schneider. Deswegen stehen auf jeden Fall die klassischen Haustürbesuche an – die Flyer sind schon gedruckt. „Am Freitag haben wir auch noch einmal eine Teamsitzung, um zu besprechen, wie man die Senioren am besten erreichen kann.“

Auch Klaus Gerhold verteilt fleißig Flyer und plant Haustürbesuche. „Vertrauen kann man am besten durch ein persönliches Gespräch gewinnen“, sagt er. Auch Ortsbesichtigungen in kleinen Gruppen plant Gerhold. „Man muss die Dinge neu durchdenken. Irgendwie muss man die Menschen ja auch in Coronazeiten erreichen.“

Unterstützung bekommen die beiden Kandidaten von den Guxhagener Parteien. Während Susanne Schneider Rückenwind von SPD und den Grünen erhält, bekommt Klaus Gerhold Unterstützung von der CDU und der Gemeinschaftsliste Freie Wähler.

Von Carolin Hartung

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