Ortsvorsteher fordert Tempogrenze

Wenig Chance auf Tempo 30 an der Brückenstraße in Guxhagen

Will 30 statt 50: Konrad Rysiewski, Ortsvorsteher von Guxhagen, setzt sich dafür ein, dass an der Brückenstraße eine Tempo-30-Zone eingerichtet wird. Foto: Carolin Hartung

Guxhagen – An der Brückenstraße in Guxhagen dürfen Autofahrer 50 Stundenkilometer fahren. Darüber ärgert sich Ortsvorsteher Konrad Rysiewski. Der Ortsbeirat setzt sich für eine Tempo-30-Zone ein.

Zum einen, um die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen und zum anderen, um den Lärm für die Anwohner zu reduzieren. Die Chancen für eine Tempo-30-Zone stehen allerdings schlecht.

An der Straße seien sehr viele Fußgänger unterwegs, weiß Rysiewski. Und vor allem viele Schüler. Denn die Gedenkstätte Breitenau, die direkt an der Brückenstraße liegt, wird jährlich von etwa 3000 Schülern besucht. Das teilt die Leiterin der Gedenkstätte Ann Katrin Düben mit. „Und 80 Prozent der Schüler laufen vom Bahnhof hierher“, sagt Düben. Die Schüler müssen einmal die Straße queren. „Wenn die Autos nur 30 fahren dürften, wäre das deutlich sicherer“, sagt Rysiewski. Denn an die 50 Stundenkilometer hielten sich ja viele nicht mal.

Der Verkehr an der Brückenstraße habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. „Der Durchgangsverkehr aus Richtung Dörnhagen ist enorm“, sagt Rysiewski. Einige Anwohner hätten sich bereits über den Lärm beschwert, sagt der Ortsvorsteher. Auch da würde die Einrichtung einer Tempo-30-Zone Abhilfe schaffen, sagt Rysiewski. „Es ist ein großer Unterschied von der Geräuschkulisse, ob ein Auto 50 oder 30 fährt.“ In der Ortsdurchfahrt im benachbarten Grifte gilt seit einiger Zeit nun ebenfalls Tempo 30 – als Lärmschutz. „Da geht das doch auch“, sagt Rysiewski.

Auch seitens Vitos Kurhessen würde man die Temporeduzierung begrüßen, sagt Unternehmenssprecherin Andrea André auf HNA-Anfrage. Auf dem Klostergelände befinden sich die Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste. Es gibt 37 Wohnheimplätze für chronisch psychisch Kranke. „Für die Sicherheit unserer Klienten wäre eine Tempo-30-Zone wünschenswert“, sagt André.

Die Brückenstraße sei allerdings gut einsehbar, sagt Bürgermeister Edgar Slawik. Das sei auch das Fazit eines Ortstermins mit Verkehrswacht und Ordnungsamt gewesen. „Es ist übersichtlich dort und es ist ja auch noch nie etwas passiert, was Anlass böte, um dort eine Geschwindigkeitsreduzierung zu veranlassen“, sagt Slawik. Außerdem befinde sich im Bereich der Grifter Straße ein Fußgängerüberweg mit Ampel, der für die Vitos-Bewohner zum Erreichen des Edeka-Marktes eingerichtet wurde, sodass sie die Straße gefahrlos passieren können. Der Regionale Verkehrsdienst teilt ebenfalls mit: „Aufgrund der Straßenbreite, Übersichtlichkeit und der vorhandenen Gehwege, kann keine außergewöhnliche Gefahr begründet werden. Unfälle, die dies begründen würden, sind nicht registriert.“ Durch die Fußgängerampel habe man schon vor Jahren für eine Gefahrenreduzierung gesorgt.

Etwas Abhilfe, zumindest, um die Autofahrer an die Tempogrenze von 30 Stundenkilometern an der Kleinen Brückenstraße zu erinnern, bringt jetzt aber ein Display, das Richtung Ortskern angebracht wurde. Es zeigt an, ob die Geschwindigkeit eingehalten wird. „Die meisten bremsen vor dem Schild ab“, sagt Rysiewski.

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