Guxhagens Blaue Funken ließen die Puppen tanzen

Akrobatisch: Die Ranzengarde ließ sich nicht lunpen. Das Männerballett unterhielt mit der Seemanns-Nummer Popeye.

Guxhagen. Ein vier Stunden dauerndes, karnevalistisches Feuerwerk brannten die Blauen Funken Guxhagen bei ihrer Prunk- und Galasitzung am Samstagabend im Bürgersaal ab.

Wandlungsfähige Tänzerinnen: Die Prinzengarde der Blauen Funken zeigte in verschiedenen Kostümen ihr Können: Im Bild mit der Vorführung Evolution of Dance.

Mit einem dreifach donnerndem „Guxhagen helau“ gaben Sitzungspräsident Karl-Heinz Spengler und das Prinzenpaar Nicole I. und Jochen I. (Richter) den Startschuss. Dann krachte die im vergangenen Jahr eingeweihte Konfetti-Kanone namens „Geraldine“, dass das Publikum nur so zusammenzuckte.

Anschließend unterhielten die 80 Aktiven - bis auf einen Gastredner alles Eigengewächse der Blauen Funken - mit spritzigen Garde- und Showtänzen, viel heißer Musik und etlichen Krachern aus der Bütt.

Als karnevalistischer Hansdampf in allen Gassen entpuppte sich dabei Sitzungspräsident Spengler höchstpersönlich: Zuerst repräsentierte er in Gala-Uniform bei der Begrüßung, stand später als Frontman der Alpenschreck-Band „Oktavenschock“ in der Krachledernen auf der Bühne und eroberte am späteren Abend mit Charme und Witz sogar noch die Bütt.

Hingucker der Prunksitzung: Die Juniorengarde überzeugte nicht nur den Elferrat (im Hintergrund) mit ihren Tänzen. Fotos: Schaumburg-Reis

Voller Eifer dabei und niedlich anzuschauen waren die 4- bis 8-Jährigen der Kindertanzgarde. Als Kindertanzmariechen wirbelte Lilly Wentler ebenso quirlig über die Bühne wie Juniorenmariechen Selina Marie Ackermann. Mit Spagaten, ausgefeilten Gardetanz-Choreographien und kreativen Showtanz-Einlagen glänzte sowohl die Junioren- als auch die Prinzengarde. Die „Stewardessen“ der Tanzgruppe Taktlos nahmen die Zuschauer mit auf eine rasante musikalische Reise um die Welt.

Mit dem Andreas Bourani-Song „Auf uns“, dem Fußballhit zur WM 2014, heizten die drei Mädels von Simply Us - Kathy Mager, Laura Gerhold und Selin Hollstein - der Stimmung im Saal ein.

Für die richtige Mischung zu Tanz und Musik sorgten die Beiträge aus der Bütt. Über die Anstrengungen des Karnevals witzelte Stefan Podlaha von den Zierenberger Kolpingnarren in seiner Rede „Die Kapp“.

Als XXXL-Model, das die Pariser Modewelt einschließlich Karl Lagerfeld zur Verzweiflung treibt, brachte Elli Hutter das Publikum zum Kreischen: „Ich sage immer: Dick ist schick, und Schönheit braucht Platz. Ich hab’ zwar Größe 38, aber nur an den Füßen.“ Zum Schreien komisch auch die GSDS-Persiflage („Guxhagen sucht den Superstar“) der Gruppe Wunderkerzen. In der Jury natürlich Bruce Darnell (Peter Braun), Olivia Jones (Gaby Getzke) und Dieter Bohlen (Helmut Lottis), der nicht nur Conchita Wurst (Doris Bennewitz) mit Härtesprüchen abkanzelte wie: „Mit deiner Stimme singst du die Kakerlaken ins Koma.“ Oder: „Du klingst wie ein Darmverschluss.“

Als kurz vor Mitternacht die Ranzengarde mit „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ Männerballett vom Feinsten bot, da kochte die Stimmung im Saal. (ptr)

Guxhagens Blaue Funken

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