Magistrat hat Interesse

Felsberg will Gensunger Bahnhof kaufen: Am Montag Versteigerung in Berlin

+
Heute kommt es unter den Hammer: Das Gensunger Bahnhofsgebäude wird heute in Berlin versteigert. Die Stadt Felsberg bietet mit.

Felsberg. Wird die Stadt Felsberg heute Eigentümerin des Gensunger Bahnhofsgebäudes? Wenn um 14 Uhr die Versteigerung in Berlin beginnt, sind Bürgermeister Volker Steinmetz, Erster Stadtrat Jürgen Rath und der FDP-Stadtverordnete, Rechtsanwalt Werner Rippel, dabei.

„Der Magistrat hat Interesse am Gebäude,” sagte Bürgermeister Steinmetz am Freitagabend nach einer Sondersitzung des Magistrats, in der Steinmetz und Rath ermächtigt wurden, an der Auktion teilzunehmen. Der Vorschlag, dass auch Werner Rippel mit dabei ist, kam in einer Ausschusssitzung.

Die Sondersitzung war erforderlich, weil Haupt- und Finanzausschuss sowie Bau- und Planungsausschuss dem Magistrat empfohlen hatten, das Gebäude nach Möglichkeit zu erwerben. Beantragt hatte dies Stefan Bürger (SPD).

Er erinnerte daran, dass das Bahnhofsumfeld „mit erheblichen Summen” saniert und zu einer Visitenkarte geworden sei. Nun wolle man sich die Mitgestaltung des Gebäudes sichern und verhindern, dass mit dem Gebäude „etwas passiert, das wir nicht wollen”. Vorstellbar sei eine Nutzung, für die es „erhebliches Fördergeld” gebe.

Man dürfe dies nicht als zusätzliches Gebäude erwerben, das der Stadt koste, sagte Werner Rippel im Ausschuss. Dennoch sollte die Stadt Eigentümerin sein, um Einfluss zu haben. „Wir wollen kein weiteres Dorfgemeinschaftshaus”, waren sich Rippel und Klaus Döll (CDU) einig. Döll, der auch Felsberger Ortsvorsteher ist, kann sich eine öffentliche Nutzung des Bahnhofs gut vorstellen: „Wir brauchen ein Gesamtkonzept.” Es sei denkbar, dass man das Gebäude für 12.000 Euro kaufe und für 12.000 Euro wieder verkaufe, sagte Rippel.

Bürgermeister Steinmetz verwies aufs Vorkaufsrecht der Stadt. Er habe bereits wegen der Nutzung mit der Vereinsgemeinschaft gesprochen. Möglich sei, dass das Gebäude im Zusammenhang mit dem Öffentlichen Personennahverkehr genutzt werde.

Nach Angaben des Bürgermeisters hat ein Kasseler Planungsbüro vor zehn Jahren Kosten von 460.000 Euro ermittelt, um das Gebäude nutzen zu können. Heute müsse man für eine Sanierung allerdings „600.000 Euro und mehr“ in die Hand nehmen. Nach der Magistratssitzung sagte Volker Steinmetz, dass es eine ganze Reihe von Nutzungsmöglichkeiten gebe.

Das sei aber schon der zweite Schritt. Bei der heutigen Versteigerung werde man je nach Situation entscheiden, ob man das Gebäude nun tatsächlich erwerbe.

Von Manfred Schaake

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.