Große Aktion bei Guxhagen

Hunderte kamen für Weihnachtsbäume nach Albshausen

Eine dreiköpfige Familie mit Hund und Weihnachtsbäumen
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Carola Weiß (links), Kevin Werner und Sophia Weiß, alle aus Dörnhagen, haben sich gemeinsam mit Hund Ella ihre Bäume gesichert.

Trotz Nebel und Nieselregen kamen hunderte von Besuchern in den Wald bei Albshausen. Dort konnten sie in einer etwa zwei Fußballfelder großen Weihnachtsbaumkultur ihren Lieblingsweihnachtsbaum selbst aussuchen.

Albshausen – Mit diesem Ansturm hatten selbst die Melsunger Forstamtsleiterin Petra Westphal und Leiter des Reviers Eiterhagen, Andreas Heimann, nicht gerechnet. Schon kurz nach 9 Uhr standen die Straßenränder von der Ortsmitte des Guxhagener Ortsteils bis zu dem zwei Kilometer entfernten Gelände voll mit Autos. Dann ging es in den eingezäunten Bereich mit den Bäumen. Nordmanntannen waren auch in diesem Jahr wieder die Favoriten, aber auch Blaufichten wurden ausgesucht.

Manche Familien machten ein richtiges Event aus dem Schlagen des Weihnachtsbaumes. Sie hatten nicht nur Handschuhe und Sägen, einige sogar Akkusägen, sondern auch Rucksäcke mit Getränken und Verpflegung dabei. Die Kinder wuselten durch die Baumreihen und suchten die richtigen Tannen aus. Da kam es auch schon mal vor, dass Mama oder Papa die Kinder etwas bremsen mussten: „Der Baum ist viel zu groß, der passt nicht in unsere Wohnung.“

Der soll es sein: Emma und Mama Carina Wagner aus Ellenberg haben ihren Weihnachtsbaum gefunden.

Praktisch hatte es die Oma von Fabian Bölk: „Oma hat gesagt, der Baum muss die gleiche Größe wie ich haben.“ Da gab es keine Diskussionen über die Baumhöhe.

Der fünfjährigen Emma Wagner aus Ellenberg war es wichtig, dass der Baum breit genug war, damit alle Geschenke darunter passten. Sie hat verraten, dass sie einen großen Wunschzettel geschrieben hat, auf dem auch eine Puppe steht.

Revierleiter Heimann, der schon 2015 als der Weihnachtsbaum-Förster bezeichnet wurde, hatte trotz der enormen Arbeit, die der Kundenansturm brachte, viel Freude an dem Verkauf der Bäume. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern sorgte er dafür, dass die Bäume transportgerecht in Netze verpackt wurden. Dann ging es zum Bezahlen an den Bauwagen, wo Forstamtsleiterin Westphal den Kaufpreis, der bei Nordmanntannen 21 Euro pro laufenden Meter betrug, kassierte.

Westphal sagte: „Obwohl Supermärkte und Discounter auch Weihnachtsbäume im Angebot haben, kommen viele Leute zu uns in den Wald um sich dort einen Baum zu holen. Ausflüge in die Natur sind in der momentanen Situation sehr beliebt. Und hier ist pure Natur. So frisch gibt es den Weihnachtsbaum nur bei uns.“

Das ging fix: Johannes Zacharias (links) aus Körle und Karl-Heinz Riedel aus Kassel haben ihren Lieblingsbaum bereits abgesägt.

Hinzu komme, dass die Bäume keinerlei Chemie oder Spritzmittel abbekommen haben. „In der Kultur wird lediglich das Gras zwischen den Bäumen entfernt“, sagte Westphal. „In diesem Jahr sind die Bäume durch den vielen Regen im Sommer besonders schön grün.“

Es sei erfreulich, dass so viele Kinder mit dabei sind. „Die Kinder bekommen einen Einblick in die Natur. Sie sehen wo die Bäume wachsen und können selbst mit der Säge arbeiten.“

Mehrere Hundert Weihnachtsbäume sind laut der Forstamtsleiterin am Samstag verkauft worden. Rund 80 Prozent davon seien Nordmanntannen. Aber auch viele Blaufichten waren dabei. Bei den Blaufichten sieht sie noch einen wichtigen Nebeneffekt: „Durch die harten und stacheligen Nadeln klettern weder Katzen in die Bäume, noch ziehen die Kinder an den Ästen. Die stechen zu viel.“ (Helmut Wenderoth)

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