Umstrittene Höchstspannungsleitung

Schwalm-Eder-Kreis: Initiativen gegen Südlink fordern sofortigen Stopp

Schwalm-Eder. Das Planungsverfahren für die umstrittene Höchstspannungsleitung Südlink soll sofort gestoppt werden. Das wollen die sieben Bürgerinitiativen (BI) im Schwalm-Eder-Kreis erreichen.

Der geforderte Stopp wurde im Felsberger Rathaus bekannt gegeben. Die BI „Lebenswertes Felsberg - kein Südlink hier und anderswo“ hatte alle Ortsbeiräte, die Partei-Fraktionsvorsitzenden sowie die Ortslandwirte eingeladen.

Nach Angaben von Dr. Klaus Lambrecht von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises hat Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker die Schwalm-Eder-Bürgerinitiativen für den 23. März nach Homberg eingeladen. Dabei werde ein von Becker vorgelegter Resolutionsentwurf beraten mit dem Ziel, die Planung zu stoppen. Die Bundesnetzagentur soll den Antrag des Netzbetreibers Tennet zur Trassenplanung zurückwiesen. Einmal mehr wurde während der über 30 Wortmeldungen die Angst vor der Trasse deutlich.

• Von negativen gesundheitlichen Folgen, erhöhtem Krebsrisiko durch elektrostatische Konzentration von Luftschadstoffen war die Rede,

• von Mega-Strommasten bis 100 Metern Höhe im Abstand von 300 Metern,

• von einer Beeinträchtigung der Wohnqualität und Weiterentwicklung der Städte und Dörfer,

• von einer Wertminderung von Häusern und Grundstücken.

• Auch Kies könne nicht mehr abgebaut werden, wenn die Trasse über die Kies-Vorkommen führe

Scharf kritisiert wurde, dass der Bund die Planungshoheit der Kommunen und damit die Demokratie ausgehebelt und die Bundesregierung das Gesetz zum schnellen Ausbau von Höchstspannungs-Trassen über die Köpfe der Menschen und Kommunen hinweg beschlossen habe. Bei einem Konvent am 14. März in Fulda müssten möglichst viele Unterschriften gegen die Leitung übergeben werden. (m.s.)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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