Jugendwerkstatt Felsberg feierte ihren 30. Geburtstag

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Eine Rose für die Ministerin: Priska Hinz ließ sich von Hasan Kaya, Ausbilder Stefan Schenk und Christopher Kluwe-Gude (von links) zeigen, wie man eine Rose aus Metall formt und probierte es auch selbst aus.

Felsberg. „Menschen einen Wert geben, das ist es, was hier passiert", sagte Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz gestern bei der Geburtstagsfeier der Jugendwerkstatt.

Vor 30 Jahren wurde sie gegründet (wie berichtet) und das wurde gestern gefeiert. Unter den Gästen aus Politik und Wirtschaft war auch die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne).

Geschäftsführerin Angelika Horstkotte-Pausch sagte, dass man sich nicht habe träumen lassen, dass die Jugendwerkstatt einmal ihr 30-jähriges Bestehen feiern würde. Gestartet sei man als Projekt, das auf drei Jahre angelegt war.

Gefeiert wurde aber kein rauschendes Fest, sondern „mit sparsamem Programm“, wie Horstkotte-Pausch sagte. „Für Bildungsträger ist nicht die Zeit für rauschende Feste“, sagte die Geschäftsführerin im Hinblick auf immer knappere finanzielle Förderung und kürzere Förderperioden.

„Aber wir machen tapfer weiter“, sagte Angelika Horstkotte-Pausch und lud die Ministerin dann auch gleich zum 40. Geburtstag der Einrichtung ein. Die nahm dankend an und sagt: „Sie haben nicht nur 30 Jahre überstanden, sondern viel geleistet und Jugendlichen zu Ausbildung und Zukunft verholfen.“ Anschließend sprach sie über das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ein Bereich, in dem sich auch die Jugendwerkstatt engagiert. Die Kompetenz zu nachhaltigen Handeln könne man nicht verordnen, sondern man müsse Wissen bereit stellen, damit Menschen das verinnerlichten. Bei der hessischen Bildungsinitiative Nachhaltigkeit stünden Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt. Es gehe darum, nicht nur ökologische, sondern auch die soziale Dimension des eigenen Handelns zu erfassen, sagte Hinz.

Auch die Jugendwerkstatt beteiligt sich an der Bildungsinitiative. Sie bietet seit Dezember 2013 einen Projektbaustein „Klimaschutz im Unterricht“ an. Dazu gehören unter anderem Lehrerfortbildungen sowie die Unterstützung bei der Umsetzung von Unterrichtseinheiten.

Um einen weiteren Aufgabenbereich der Jugendwerkstatt, die Benachteiligtenförderung, ging es in einem Vortrag von Dr. Thomas Gericke von der Universität Marburg. Außerdem kamen Kooperationspartner zu Wort.

Musikalische Einlagen gab es von der Schulband der Georg-August-Zinn-Schule Gudensberg, die Gäste hatten die Möglichkeit, sich über die Arbeit und Angebote der Jugendwerkstatt zu informieren.

Von Barbara Kamisli

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