Neubau an der Drei-Burgen-Schule 

Betreuungsplätze fehlen: Felsberg  beschließt Übergangsgruppe in evangelischer Kirche

Der Stadt Felsberg fehlen nach den Sommerferien 28 Betreuungsplätze im Ü-3-Bereich. Deshalb soll neben dem DGH in Altenburg auch eine weitere Übergangsgruppe für 25 Kinder entstehen.

Dafür will die Stadt Räume der evangelischen Kirche in Gensungen anmieten. Das haben die Stadtverordneten während ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstag im Gemeinschaftshaus Wolfershausen einstimmig beschlossen.

Kirsten KonhäuserSPD, Sozialausschuss

Die Stadt habe auch über die Anschaffung von Wohncontainern nachgedacht. Die Kosten würden dann aber bei knapp 250 000 Euro pro Container liegen, erklärte Kirsten Konhäuser (SPD). Auch habe man bei der katholischen Kirche nachgefragt. „Dort könnten die Räume allerdings erst im neuen Jahr angemietet werden und auch der Zugang durch den Straßenbau ist problematisch“, sagte Konhäuser.

Die Anmietung bei der evangelischen Kirche kostet knapp 150 000 Euro. Die Räume im Gemeindezentrum in Gensungen sollen ähnlich wie in Altenburg für maximal drei Jahre angemietet werden. 25 Kinder von drei bis sechs Jahren werden dort dann betreut. Für die Instandsetzung werde voraussichtlich eine Finanzierung überplanmäßig notwendig.

Gensungens Ortsvorsteherin Heidi Folwerk (SPD) lobte die Zusammenarbeit mit der Kirche. „Wir konnten mit beiden Kirchen sehr gut reden.“ Auch in der evangelischen Kirche finden eigentlich zahlreiche Veranstaltungen statt, „dafür müssen nun auch Alternativ-Lösungen gefunden werden“, sagt sie.

Die Eltern auf der Warteliste sollen zeitnah informiert werden, ab wann der gewünschte Kindergartenplatz angeboten werden kann. Für die Kinder unter 3 Jahren könne der Bedarf annähernd mit Tagesmüttern abgedeckt werden. Die Räume im Pfarrhaus dürfen aber nur eine Übergangslösung bleiben. Deshalb soll auch so schnell wie möglich mit der Planung eines Kita-Neubaus begonnen werden, sagte Konhäuser.

Volker SteinmetzBürgermeister

Wie berichtet, plant die Stadt den Neubau einer Kindertagesstätte an der Drei-Burgen-Schule. Die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans haben die Stadtverordneten ebenfalls einstimmig beschlossen.

Ein Novum gab es bereits: Aus der geplanten viergruppigen Kita müsse man eher einen sechsgruppigen Neubau machen, sagte Konhäuser. Dem stimmte auch Bürgermeister Volker Steinmetz zu. „Es ist uns allen klar, dass wir sehr dynamische Bewegungen haben. Die Bedarfsplanung haben wir – aber der Zuwachs lässt sich schlecht in Zahlen festhalten“, sagte er. In den vergangenen beiden Jahren hätte Felsberg einen Zuwachs von 45 Kindern gehabt. „Deshalb müssen wir über die Bedarfsplanung hinweg Lösungen finden“, sagt er.

Baulich werde der Neubau an der Schule eine große Herausforderung wegen des Hochwassers, sagte Steinmetz. Er machte auch noch mal auf die hessenweite Kita-Problematik aufmerksam. „Es fehlt Geld in Millionenhöhe zur Erfüllung eines gesetzlichen Auftrages – das ist für Kommunen nicht allein tragbar“, sagt er. Deshalb sei ein Neubau auch nur mithilfe von Fördermittel realisierbar. Der Eigenanteil werde schon groß genug sein, auch ohne die dann anfallenden Personalkosten.

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