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Attraktion für die Region: Körle stimmt für Tinyhouse-Park

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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So kann ein Tiny-Haus aussehen: Diese Variante steht in Calden-Meimbressen. Was für Tiny-Häuser nach Korbach kommen sollen, steht noch nicht fest.
So kann ein Tiny-Haus aussehen: Diese Variante steht im Landkreis Kassel. © Marie Klement

Das Körler Parlament hat den Grundstein gelegt für eine Touristen-Attraktion an der Fulda. In Lobenhausen sollen zehn bis zwölf Tinyhouses entstehen.

Lobenhausen – Am Ortsrand von Lobenhausen soll es künftig eine neue Attraktion für Touristen geben: eine Anlage mit mehreren kleinen Ferienhäusern – ein Tinyhouse-Park. So ist zumindest der Beschluss und das Bestreben der Körler Gemeindevertreter. Doch für das Projekt gibt es noch Hürden zu bewältigen.

Besonders Radfahrer, Wanderer und Kanufahrer soll der Tinyhouse-Park in dem Körler Ortsteil ansprechen – direkt an der Fulda und am Radweg R1. Der Plan der Gemeinde: zehn bis zwölf Gebäude sollen auf dem etwa 3900 Quadratmeter großen Areal an der Oberen Fuldatalstraße entstehen.

Grafik Tinyhouse-Park Lobenhausen
Hier soll die Anlage entstehen. © HNA

Die Häuser sollen wegen möglichen Hochwassers der Fulda 80 Zentimeter erhöht gebaut werden und über eine Terrasse verfügen. Geplant sind unterschiedliche Baulängen für die Häuser. So soll es zwei bis sechs Schlafplätze je nach Größe des Tinyhouses geben

Vorgesehen ist laut Gemeinde sowohl eine Vermietung an Feriengäste, für vorbeifahrende Radtouristen als auch eine dauerhafte Wohnnutzung. „Das hat was“, sagte Michael Oetzel, Fraktionsvorsitzender SPD in Körle zu dem Vorhaben. Seine Fraktion sehe Potenzial für eine touristische Attraktion. Und wie CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Greiner hervorhob, fallen für die Gemeinde mit der Entscheidung keinerlei Kosten an.

Tinyhouse-Park in Lobenhausen: Zusage von Grundstückseigentümern fehlt noch

Mit dem Beschluss soll laut Bürgermeister Mario Gerhold der Planungswille der Gemeinde zum Ausdruck gebracht werden. Doch noch gibt es einige Hürden zu nehmen. Die ausgewählte Fläche besteht aus neun schmalen Grundstücken mit acht verschiedenen Eigentümern. „Von fünf Eigentümern haben wir eine positive Resonanz zur Verkaufsbereitschaft bekommen“, erklärte Gerhold.

Bei den drei anderen seien die Gespräche noch ergebnisoffen. Von den Landeigentümern gebe es Ausgleichsforderungen für das Land, was sie im Falle eines Verkaufs verlieren würden. Der Ferienhaus-Park ist das Projekt eines privaten Investors. Bauen will den Park die Baupartner GmbH aus Fritzlar.

Tinyhouses liegen im Trend

Die Gemeinde Körle hat den Beschluss für einen Tinyhouse-Park bei Lobenhausen gefasst. Damit will die Gemeinde mit einem Trend gehen, laut Bürgermeister Mario Gerhold sind die kleinen Ferienhäuser aktuell sehr gefragt. Für den Park in Lobenhausen sind Gebäude mit einer Nutzfläche von 15 bis 45 Quadratmeter geplant. Sie haben ein Bad, einen Schlafraum und eine Küchenzeile.

Im Trend sind sie auch deshalb, weil die Tinyhouses einen geringen Energiebedarf haben. Die Nachhaltigkeit der Häuschen zeigt sich auch in der Bauweise: Alle verbauten Hölzer stammen aus nachhaltigem Anbau. Wände, Dach und Fußboden werden vollständig gedämmt. Ursprünglich stammt die Idee für Tinyhouses aus den Vereinigten Staaten.

Zu den Plänen für die Anlage gehört außerdem eine Zufahrtsstraße sowie ein Bistro und ein Büro. Fotovoltaik-Anlagen sind laut Vorlagen der Gemeinde ebenso vorgesehen wie ein Internetzugang. Parkplätze sollen entlang der Straße entstehen. Lademöglichkeiten für E-Bikes sind ebenfalls vorgesehen. (William Abu El-Qumssan)

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