Gemeinde sucht nach neuen Flächen

Baugebiet Kitzwinkel in Körle: Aus für dritten Bauabschnitt

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Keine Erweiterung: Wegen möglicher Geruchsbelästigung wird es keinen dritten Abschnitt „Im Kitzwinkel“ geben.

Körle. Einen dritten Bauabschnitt im Baugebiet Kitzwinkel in Körle wird es nicht geben. Das haben die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montag einstimmig beschlossen.

Eigentlich sollte das Neubaugebiet um etwa 20 Plätze erweitert werden. Das Problem: Die Grundstücke befänden sich zu nah an zwei Aussiedlerhöfen, es könnte zu Geruchsbelästigung kommen, hatte ein Gutachten ergeben. „Wir sollten die Finger von dem Abschnitt lassen“, sagte Bürgermeister Mario Gerhold. Sollte es zu Problemen kommen, wäre es für alle eine unglückliche Situation. „Sowohl für uns als Gemeinde, die Baugrundbesitzer und auch die Landwirte.“

„Unsere Fraktion ist davon nicht begeistert“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Greiner. Schließlich habe es bereits eine Planung gegeben. Es wäre eine überschaubare Fläche gewesen, und die entstandenen Häuser hätten sich nicht wesentlich dichter als bereits bestehende Gebäude an den Höfen befunden, sagte Greiner. 

„Und im Dorf stehen nun mal Kühe.“ Hätte man gleich gewusst, dass kein dritter Abschnitt kommen wird, hätte man sich das Geld für die Stichstraßen sparen können. Durch die Straßenführung sei der Gemeinde kein finanzieller Verlust entstanden, sagte Gerhold im Anschluss gegenüber der HNA. Möglicherweise sei ein „Ringschluss“ des Gebiets, den ein dritter Abschnitt gebracht hätte, in mehreren Jahren möglich, wenn sich die Bedingungen geändert hätten.

Nachfrage nach Baugrundstücken ist enorm 

Zum Landleben gehörten durchaus auch ländliche Gerüche, stimmte SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Oetzel der Opposition zu. „Aber die Nasen sind verschieden. Was wir normal finden, stört einen anderen. Am Ende reicht einer, dem es doch stinkt und der deshalb vor Gericht zieht.“ Es sei die richtige Konsequenz, auf die Bremse zu treten. 

Doch nun müsse man sich dringend nach Alternativflächen umsehen, sagte Gerhold. Die Nachfrage nach Baugrundstücken sei enorm, und die Chance müsse man nutzen. „Jeder Einwohner ist ein Gewinn.“ Mehrere Dutzend Leute hätten bereits darauf gewartet, dass ein dritter Abschnitt kommt. „Es wäre gut, wenn wir uns bereits im ersten Quartal 2019 die Alternativen anschauen könnten.“

Um über die möglichen Flächen zu informieren, soll auch eine Bürgerversammlung stattfinden. Die Erschließung des Baugebiets begann 2014. Seitdem sei der Verkauf der Grundstücke reibungslos verlaufen, so Gerhold. Die Grundstücke in beiden Abschnitten sind bis auf Teile einer Gebwerbefläche alle verkauft oder reserviert.

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