Bürgerservice, Sportplätze und Kinderbetreuung 

Für guten Bürgerservice: Körle und Guxhagen wollen enger kooperieren  

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Will enger mit Guxhagen zusammenarbeiten:  Körles Rathaus-Chef Mario Gerhold. 

Körle/Guxhagen. Die Kommunen wollen gemeinsam mit den Verwaltungs-Mitarbeitern ein Konzept ausarbeiten, das den Gemeindevertretungen vorgestellt werden soll.

Wichtig: Die Zusammenarbeit der Nachbargemeinden sei kein Schritt in Richtung Zusammenlegung der Gemeinden, betonen Edgar Slawik und Mario Gerhold, Bürgermeister von Guxhagen und Körle. Jede Kommune solle auch künftig eigenverantwortlich entscheiden können.

An diesen Punkten sehen die beiden Bürgermeister Möglichkeiten der Zusammenarbeit:

Der Bürgerservice

Gerade im Bereich der Gemeindeverwaltung sei eine interkommunale Zusammenarbeit sinnvoll, sagt Mario Gerhold. Mit der Standesamtsvertretung und dem Notdienst beim Einwohnermeldeamt gebe es bereits gegenseitige Amtshilfe, betont Edgar Slawik. „Das bietet gute Anknüpfungspunkte“, zum Beispiel auch bei den Öffnungszeiten der Bürgerämter. Während die Gemeindeverwaltung in Guxhagen beispielsweise donnerstags lang geöffnet hat, ist in Körle mittwochs länger geöffnet. Könnte man dann bestimmte Erledigungen, wie beispielsweise einen Personalausweis beantragen, auch in der jeweils anderen Kommune erledigen, wäre dies ein Gewinn für die Einwohner, sind sich die Rathaus-Chefs einig. Auch bei Anwohner-Fragen, bei denen es beispielsweise um allgemeingültige Dinge wie Bauvorschriften geht, könnten sich die Verwaltungs-Mitarbeiter der beiden Kommunen gegenseitig vertreten, sagt Slawik. „Wir sind ja froh, wenn wir den Leuten schnellstmöglich eine Antwort liefern können.“

Bauamt und Bauhof

Straßenunterhaltungsarbeiten könnten beide Kommunen künftig gemeinsam ausschreiben, „und eine Firma suchen, die die Arbeiten für beide Kommunen erledigen könnte“, sagt Gerhold. Dies sei nicht nur eine Arbeitsentlastung der Mitarbeiter, sondern ermögliche auch, dass die Arbeiten zu günstigeren Konditionen ausgeführt werden könnten, sagt Slawik. Auch beim Bauhof könnte man künftig stärker zusammenarbeiten, zum Beispiel bei Bereitschaftsdiensten. „Da wären wir natürlich auf das Know-how unserer Kollegen angewiesen, die uns sagen können, an welchen Stellen Hilfe nötig ist und wo mögliche Schnittstellen sind“, sagt Gerhold.

Keinesfalls wolle man mit den Ideen zur Kooperation Existenzängste bei den Mitarbeitern hervorrufen, sagt Slawik. Es ginge vielmehr darum, mit vorhandenen Kräften mehr zu erreichen. Auch Geräte, die nur punktuell eingesetzt würden, könnten ausgetauscht werden. Auch die Ausbildung und Personalsuche könne man zusammen angehen.

Sportplätze

Auch die Sportplätze in den Kommunen könnten gemeinsam genutzt werden. „Wir haben in Körle beispielsweise nur einen Sportplatz, aber viele Vereine, die ihn nutzen“, sagt Gerhold. „Bevor man dann über einen Neubau nachdenkt, ist es doch sinnvoll, mal zu schauen, was über die Gemarkungsgrenzen hinaus möglich ist.“

Kinderbetreuung

Auch bei den Kindergärten könnten sich die Rathaus-Chefs eine Zusammenarbeit vorstellen, um flexibler auf Engpässe zu reagieren. „Wenn wir keinen Platz mehr haben, ist ja vielleicht in Guxhagen noch etwas frei“, sagt Gerhold. „Vielleicht wäre es für einige Körler auch praktisch, wenn sie ihr Kind in die Kita nach Guxhagen bringen können. Wenn sie beispielsweise ohnehin nach Baunatal zur Arbeit fahren.“

Und für die Albshäuser sei es ja sogar näher, nach Körle zu fahren als nach Guxhagen, sagt Slawik. Auch eine Springerstelle im Erzieherinnenbereich könne sich lohnen, wenn sie in beiden Kommunen bei Engpässen eingesetzt würde, sagt Slawik. Für eine Gemeinde allein ließe sich dies finanziell nicht darstellen.

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