Schwalm-Eder-Kreis

Kurioser Einsatz: Feuer in Wohnhaus - Brennender Gegenstand verhindert stärkeren Ausbruch

Eine Herdplatte nach einem Brand.
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In einem Wohnhaus brannte eine Kiste Mineralwasser auf einem Herd.

In einem Wohnhaus im Schwalm-Eder-Kreis kommt es zu einem Brand. Ein stärkerer Ausbruch der Flammen wird zunächst auch ohne die Feuerwehr verhindert.

Körle - Am frühen Freitagmorgen (30.10.2020) kam es im Meisenweg in Körle im Schwalm-Eder-Kreis zu einem Brand in einer Teeküche. Das Ehepaar, das allein in dem Wohn- und Bürohaus wohnt, wollte gegen 0.30 Uhr zu Bett gehen, als es Rauchgeruch aus dem Erdgeschoss wahrnahm. Der 59-jährige Ehemann schaute sofort nach und stellte fest, dass es in einer Teeküche, die auch als Lagerraum dient, stark rauchte. Umgehend alarmierte er die Feuerwehr.

Wenige Minuten später trafen die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Körle und Wagenfurth sowie ein Rettungswagen des DRK und die Polizei an dem Gebäude ein. Zwei Atemschutzgeräteträger stellten fest, dass eine Kiste mit Mineralwasser auf der Herdplatte stand und brannte. Dabei ist es wohl dem Umstand zu verdanken, dass die Kunststoffflaschen schmolzen und so der Flascheninhalt auf das Feuer lief, dass der Brand nicht schon weiter fortgeschritten war.

Ein Feuerwehrmann löscht eine verbrannte Mineralwasser-Kiste.

Aber durch den Schwelbrand und die Hitzeentwicklung wurde der gesamte Raum stark verrußt und auch Einrichtungsgegenstände und ein Teil der Elektroinstallation verbrannten. Die anderen Büroräume der Werbeagentur blieben unbeschädigt.

Da die Feuerwehrleute sofort einen Rauchvorhang zu den betroffenen Räumen einsetzten, konnte die Rauchausbreitung in dem gesamten Wohnhaus verhindert werden. Auch der Brandschaden blieb auf den betroffenen Raum begrenzt. Das Ehepaar blieb, bis auf den Schreck, unverletzt. Der Mann hatte erst am Nachmittag in den Büroräumen gearbeitet. Er vermutet, dass der Elektroherd sich durch einen technischen Defekt, oder durch das Gewicht der Mineralwasserkiste, selbst eingeschaltet hat.

Um weitere Glutnester in dem Mobiliar aufzuspüren, wurde die Guxhagener Feuerwehr mit der Wärmebildkamera (WBK) nachalarmiert. Die Körler Wehr ist bisher nicht im Besitz einer WBK. Eine eigene Wärmebildkamera ist bestellt. Die Lieferung soll in den nächsten Tagen erfolgen.

Die Feuerwehrleute trugen verbranntes Mobiliar und Einrichtungsgegenstände ins Freie und löschten sie dort nochmals ab. Polizei und Feuerwehr gehen von einer Schadenssumme von mindestens 15.000 Euro aus. Insgesamt waren 36 Einsatzkräfte der drei Wehren, unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Jens Schenkluhn, im Einsatz. (Helmut Wenderoth)

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