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Bushäuschen an Körler Grundschule mit Graffiti beschmiert

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Schulleiterin Carmen Brandt ist verärgert über die Verunstaltung der Haltestelle an der Grundschule Körle
Schulleiterin Carmen Brandt ist verärgert über die Verunstaltung der Haltestelle an der Grundschule Körle. © William Abu El-Qumssan

Die Haltestelle an der Empfershäuser Straße in Körle ist erneut von Unbekannten mit Graffiti beschmiert worden. Die Polizei nun sucht nach Zeugen.

Körle – Unbekannte haben am vergangenen Wochenende das Wartehäuschen der Bushaltestelle an der Körler Grundschule beschmiert. Für Schulleiterin Carmen Brandt ist das ein besonderes Ärgernis. Denn es ist nicht das erste Mal, dass die Haltestelle an der Empfershäuser Straße mit Graffiti verunstaltet wurde.

„Die Kinder finden das alles ganz schlimm“, sagt die Schulleiterin sichtlich aufgebracht. Weil die Kinder bereits in der Vergangenheit die Bushaltestelle mitgestalten durften, betrifft sie die Verunstaltung persönlich. „Außerdem haben die Kinder einen starken Gerechtigkeitssinn“, sagt Brandt.

Beleidigung an Körler Haltestelle geschmiert

An einer Wand steht nun in neo-orangefarbener Farbe der Satz „Max U. ist ein Hurensohn“ geschrieben – eine derbe Beleidigung, die nirgends, aber schon gar nicht in der Nähe einer Grundschule etwas verloren hätte, sagt Brandt. Von oben nach unten gelesen ergibt sich außerdem das Wort „Hure“. Max U. ist laut Brandt kein Schüler, der die Grundschule Körle besucht.

Die Kinder würden natürlich fragen, was es mit solchen Begriffen auf sich hat. „Die Lehrer sprechen dann altersangemessen darüber“, erklärt die Schulleiterin. Mit Erstklässlern müsse das anders angegangen werden als mit Viertklässlern.

Schmierereien in Körle: Polizei ist eingeschaltet

Hausmeister Lukas Schiller hatte die Schmierereien am Montagmorgen als erster entdeckt. Brandt kam kurz nach ihm an der Schule an. Sie informierten sofort die Polizei und zeigten den Vorfall an.

Beim Vorfall im Januar 2021 waren bunte Figuren in dem Bushäuschen übersprüht worden. Die Figuren waren von den Schulkindern gemalt worden – ein gemeinsames Projekt, dass die Haltestelle nachhaltig in einer schönen Optik erscheinen lassen sollte. Die Wand wurde nach den schmiererein geweißt.

„Da ist der Landkreis sehr schnell gewesen“, sagt Brandt. Und auch dieses Mal reagierte die Kreisverwaltung schnell: „Es wurde bereits ein Maler gefunden, der die Haltestelle wieder weiß streicht“, berichtet die Schulleiterin. Das freut sie besonders, weil für Juli erneut eine Projektwoche angesetzt ist, bei der die Schüler die Haltestelle mitgestalten können. „Dieser Plan fällt glücklicherweise nicht ins Wasser.“

Körle: Graffiti-Tag könnte Hinweis auf Täter sein

Was diesmal bei den Schabereien laut der Schulleiterin neu ist: „Die Vandalen haben auch ein Graffiti-Tag hinterlassen.“ Der englische Begriff „Tag“ ist als eine Art Unterschrift zu verstehen, mit der Graffiti-Künstler ihre Kunst markieren. „Vielleicht lassen sich die Täter dadurch finden“, sagt Brandt.

Die Polizei grenzt den Tatzeitraum auf Freitag, 10. Juni, 16.30 Uhr bis Samstag, 13 Uhr ein. Der Schaden an dem Wartehäuschen liegt bei etwa 500 Euro, sagt Jens Breitenbach von der Polizei Schwalm-Eder.

Zusammenhänge zwischen der Tat von 2021 und der jüngsten Verunstaltung sind derzeit nicht erkennbar, sagt Breitenbach weiter. Wartehäuschen und Haltestelle seien öfter ein Tatort für Schmierereien. Es könne sich somit genauso gut um Einzeltäter handeln. Die Polizei ist eingeschaltet und sucht nun nach Zeugen. (William Abu El-Qumssan)

Hinweise an die Polizei Melsungen unter Tel. 0 56 61/7 08 90.

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