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CDU setzt sich für Dorferneuerung in Empfershausen ein

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Empfershausen hat im Gegensatz zu den anderen Körler Ortsteilen noch keine Dorferneuerung durch ein Förderprogramm erhalten. Das möchte die CDU Körle ändern.
Empfershausen hat im Gegensatz zu den anderen Körler Ortsteilen noch keine Dorferneuerung durch ein Förderprogramm erhalten. Das möchte die CDU Körle ändern. © Ruth Brosche

Die Körler CDU wünscht sich weiter eine Dorferneuerung für den Ortsteil Empfershausen. Der erste Antrag zu dem Thema ist mehr als vier Jahre her. Großen Fortschritt hat es seitdem nicht gegeben.

Empfershausen – Die Körler CDU Fraktion hatte bereits 2018 den Gemeindevorstand Körle damit beauftragt, eine Teilnahme an dem Förderprogramm „Dörfer machen Hessen stark!“ anzustreben. Das Ziel: Empfershausen soll von einem Dorferneuerungsprogramm profitieren. Getan hat sich seitdem wenig. Doch die CDU hält an dem Vorhaben fest.

„Wagenfurth und zweimal Körle haben schon von Förderprogrammen profitiert. Da wurde sehr viel bewegt und erneuert. Und jetzt ist mal Empfershausen dran“, findet Michael Greiner, Fraktionsvorsitzender der Körler CDU. Empfershausen war neben Lobenhausen noch in keinem Förderprogramm des Landes Hessen. „Die Prozesse bis zur eigentlichen Förderung dauern auch gern mal ein paar Jahre“ , sagt Greiner. Das müsse alles zeitig angestoßen werden.

Die CDU-Fraktion hat deshalb jüngst eine Anfrage an den Gemeindevorstand gerichtet, wie der Stand der Dinge in Sachen Empfershausen ist. Die Antwort der Gemeinde war für Greiner vor allem eines: „Ausbaufähig.“ Das von der CDU gewünschte Förderprogramm gibt es laut der Antwort der Gemeinde unter dem Namen „Dörfer machen Hessen stark!“ gar nicht mehr – es heißt jetzt „Starke Dörfer“.

Körler Bürgermeister sieht Verantwortung beim Ortsbeirat

Bürgermeister Mario Gerhold gibt hingegen zu bedenken, dass die Impulse aus der Bevölkerung und vom Ortsbeirat des jeweiligen Dorfes kommen müssen. Ansonsten verweist die Antwort der Gemeinde das Thema an die nächste Ortsbeiratssitzung in Empfershausen. Diese findet laut Ortsvorsteher Michael Gießler allerdings erst nach den Sommerferien im September statt. Generell sieht Gießler einen Bedarf für ein solches Förderprogramm.

„Diese Dorferneuerungsprogramme helfen in den Ortsteilen genauso wie in der Kerngemeinde. Diese hat in den vergangenen Jahren zwei Förderungen bekommen. Jetzt wäre mal wieder ein Ortsteil dran“, sagt der Ortsvorsteher. In Empfershausen gebe es viele ältere Gebäude. Die würden genauso von einer Förderung bei der Sanierung profitieren wie die Gebäude in der Kerngemeinde. „Die Häuser verfallen hier nicht anders“, sagt er.

Empfershäuser Ortsvorsteher: Gemeindeverwaltung muss alle Ortsteile im Blick haben

„Dorferneuerungsprogramme sind immer eine riesige Hilfe“, sagt auch Gerhold. „In Empfershausen steht das einzige klassische Dorfgemeinschaftshaus. Da können mit einem Förderprogramm die Weichen dafür gestellt werden, das Haus für die nächsten zwanzig Jahren fit zu machen.“ Dort könne besonders im Innenbereich einiges getan werden. Auch private Sanierungen sind möglich. Diese werden mit 35 Prozent von Förderprogrammen bezuschusst.

Gießler sieht die Gemeindeverwaltung bei der Verteilung solcher Programme auch in der Pflicht. Sie sei für alle Ortsteile da, nicht nur für die Kerngemeinde.

Dem stimmt auch Greiner zu: Die Initiative müsse dabei vom Gemeindevorstand kommen. Nur dieser kann eine Teilnahme an einem Förderprogramm final erwirken. Greiner sieht in Empfershausen viel Engagement und Vereinsarbeit – wichtige Faktoren, um vom Land in ein Förderprogramm aufgenommen zu werden. Der Spielplatz in Empfershausen sei ein Beispiel für den Einsatz der Empfershäuser. (William Abu El-Qumssan)

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