Erneuerung bis 2022

Empfershäuser warten weiter auf Sanierung der Ortsdurchfahrt

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Straße ist marode: Insbesondere die Brücken weisen starke Schäden auf, zeigt Ortsvorsteher Ralf Buschbeck.

Empfershausen. Der Zustand der Empfershäuser Ortsdurchfahrt wird immer schlechter. Die Erneuerung der Straße L 3228 steht zwar auf der Dringlichkeitsliste der Sanierungsoffensive 2022 von Hessen Mobil – allerdings an Stelle 35 von 50.

„Das heißt, die Straße wird nur gemacht, wenn alle anderen Projekte, die vorher auf der Liste stehen, fertig sind, und, wenn dann noch Geld da ist“, befürchtet der Ortsvorsteher von Empfershausen Ralf Buschbeck. Auf einer Länge von 2,5 Kilometern soll die Ortsdurchfahrt dann erneuert werden. Auf zwei Millionen Euro schätzt Hessen Mobil die Kosten.

Die Probleme

Marode Straße

Die Asphaltdecke ist von der Kreisgrenze bis zum Ortsende so marode, dass es Unebenheiten von bis zu 15 Zentimetern gibt, sagt Buschbeck. Kanaldeckel sind teils zentimeterweit abgesunken, die Straße hat Risse, Wellen, Löcher – und das schon seit Jahren. Fährt man aus dem Oberdorf Richtung Ortsende, ist die Straße so schmal, dass „wenn sich zwei Lkw begegnen, einer auf den Gehweg fahren muss“, sagt Buschbeck. „Das ist doch kein Zustand.“

Der Lärm

Durch Empfershausen fahren pro Woche fast 13 000 Fahrzeuge. Über 60 Prozent, fast 8000 der Fahrzeuge sind Lastwagen. Das ergab eine Verkehrsanalyse, die im Juni und Juli vergangenen Jahres gemacht wurde. Die meisten kommen oder fahren zum Basaltwerk nach Quentel. Besonders laut seien die Wagen, wenn sie leer sind, sagt Buschbeck. „Dann hört man die Laster schon von sonst wo.“ Durch die Unebenheiten auf der Straße scheppere es jedesmal enorm, wenn ein Laster durch den Ort saust. „Die Leidtragenden sind die Anwohner.“

Schäden an Häusern

Einige Häuser, die direkt an der Straße stehen, haben Risse an der Fassade. „Das ist eine Folge der schlechten Straße“, sagt Buschbeck. Sie entstünden durch die Erschütterungen, die die Fahrzeuge erzeugen, wenn sie über die Unebenheiten fahren.

Die Brücken

Sorgen bereiten Buschbeck insbesondere die Brücken im Ort. Bei der Brücke im Unterdorf wurde vor ein paar Jahren ein hölzerner Überweg für Fußgänger errichtet. „Alleine den zu bekommen, war schon ein Kraftakt.“ Für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer sei der Weg allerdings ungeeignet, weil er zu schmal sei. Kurz vor der Brücke sei zudem so eine großer Bogen, dass die Sattelauflieger teils auf dem Boden schleifen würden.

Der Belag auf der Brücke im Oberdorf ist marode. Es gibt einen schmalen Gehweg, der etwa 50 Zentimeter breit ist. „Üblicherweise sind die mindestens 75 Zentimeter breit“.

Die Sanierung

Sollte die Ortsdurchfahrt im Zuge der Sanierungsoffensive erneuert werden – so wie vorgesehen – dann soll der komplette Unterbau der Straße von der Kreisgrenze bis zum Ortsausgang in Unterempfershausen neu gemacht werden. Das habe Hessen Mobil bei einem Gespräch auf dem Bürgermeisteramt in Körle Ende vergangenen Jahres mitgeteilt. Die Arbeiten müssten unter Vollsperrung ausgeführt werden. „Man geht von einer Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren aus“, sagt Ralf Buschbeck.

Das sagt Hessen Mobil

Laut Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus ist die Sanierung der Landesstraße zwar in der Offensive, aber sie sei nicht für dieses Jahr vorgesehen. Die Empfershäuser bräuchten sich allerdings nicht sorgen, dass die Straße am Ende doch von der Liste fällt. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hatte 2015 versichert: „Keine Baumaßnahme soll wegen Geldmangels wieder aus dem Programm rausfliegen.“ Derzeit werde mit der Gemeinde abgestimmt, ob die Erneuerung als „Gemeinschaftsmaßnahme“ erledigt werden kann, „da die Gemeinde eventuell die Sanierung eines Teils der Kanalisation plant“.

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