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Entscheidung gefallen: Betreiber baut Windrad in Körle ab

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Noch liegen Teile des Windrades auf dem Körler Berg. Laut der Firma Eurowind soll es aber bald abgebaut werden.
Noch liegen Teile des Windrades auf dem Körler Berg. Laut der Firma Eurowind soll es aber bald abgebaut werden. © Barbara Kamisli

Fast drei Jahre nach dem Brand am Körler Windrad hat sich Eigentümer gegen eine Reparatur entschieden. Eine neue Anlage wird es nicht geben.

Körle – Lange war es still um das abgebrannte Windrad bei Körle. Doch nun ist klar: Die Windkraftanlage wird zurückgebaut. Das teilte die Firma Eurowind jüngst der Gemeinde Körle mit. Wann genau der Abbau beginnen soll, ist aber noch nicht klar.

Das Windrad war am 15. Februar 2020 nach einem technischen Defekt ausgebrannt. Schon damals hieß es: Wenn die Anlage nicht repariert wird, wird es zurückgebaut. Das bestätigte damals Benjamin Schmitt, Sprecher von Eurowind, gegenüber der HNA. Die Entscheidung wurde nun gefällt.

„Aus ökologischen Gründen wäre es natürlich wünschenswert gewesen, dass die Anlage wieder in Betrieb genommen wird“, sagt Körles Bürgermeister Mario Gerhold. Es werde aktuell viel vom Windkraftausbau gesprochen und in Körle stehe nun bald eins weniger. „Das ist natürlich schade“, sagt Gerhold weiter.

Körler Windrad: Ruine warf Fragen auf

Die Möglichkeit einer neuen Anlage an der Stelle gibt es laut Gerhold nicht. Nach neuen Richtlinien, die beim Bau vor rund 20 Jahren noch nicht galten, würde ein neues Windrad an selber Stelle zu nahe an Körle und dem Guxhagener Ortsteil Albshausen liegen. Somit bleibt es auch künftig bei nur noch einem Windrad auf dem Körler Berg.

Was mit dem Windrad passiert, beschäftigte auch Anwohner und vorbeikommende Radfahrer. „Wann kann man mit der Beseitigung dieses Schandflecks rechnen?“, schreibt beispielsweise HNA-Leserin Elke Budesheim in einer Nachricht an unsere Redaktion. Der Lohfeldenerin fielen die Überreste des Windrades bei ihren Radtouren immer wieder negativ auf.

Körler Windrad: Zeitpunkt für Abbau ist noch unklar

Wann die Windkraftanlage zurückgebaut werden soll, „dazu kann im Moment keine konkrete Aussage gegeben werden“, heißt es von Björn Rohrschneider, Projektmanager bei Eurowind. Das Unternehmen ist für die technische Betreuung der Windkraftanlage zuständig, es gehört aber einer dänischen Eigentümergruppe. Deshalb liegt Rohrschneider auch keine Begründung vor, warum sich gegen eine Reparatur entschieden wurde.

Gerhold hofft, dass die Überreste schnellstmöglich wegkommen. Die Gemeinde könne aber nichts weiter tun, da sich die verpachtete Fläche in Privatbesitz befindet. (William Abu El-Qumssan)

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