Unternehmen betreute Kassel Huskies 

Werbeagentur Eskor baut neues Geschäftsgebäude in Körle

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Einer der Geschäftsführer: Niklas Griesel, sein Bruder Andreas und Nico Huck sind die Gründer von Eskor. Die Körler Werbeagentur wird sich vergrößern.

Die Werbeagentur Eskor wird sich vergrößern. In Körle ist ein hochmodernes dreistöckiges Geschäftsgebäude geplant.

Wenn Niklas Griesel (23) die Geschichte seines Unternehmens erzählt, klingt alles wie aus einem Film. Aber tatsächlich: Die ersten Aufträge erledigten er, Bruder Andreas und Kumpel Nico Huck vom Kinderzimmer aus.

Mittlerweile betreuen die drei Geschäftsführer mit ihrer Werbeagentur Eskor nicht nur Kampagnen für Unternehmen in der Region, sondern auch für Betriebe in den USA. So gestalteten sie beispielsweise die Webseite für den deutschen Brillenhersteller Rodenstock, entwerfen Werbekataloge für eine New Yorker Luxus-Möbelmarke und betreuen die Werbung einer Brauerei in Texas.

Die Agentur wird sich vergrößern. Vom Wohnhaus am Finkenweg geht’s Ende des Jahres ins Körler Neubaugebiet Kitzwinkel. Dort wird Eskor auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern ein hochmodernes dreistöckiges Geschäftsgebäude mit fast 450 Quadratmetern Arbeitsfläche errichten. Mit den drei Geschäftsführern arbeiten sechs Mitarbeiter bei Eskor. Ab August wird um zwei weitere Mitarbeiter aufgestockt, ab Januar soll das Eskor-Team zehnköpfig sein, verrät Niklas Griesel. Seit 2018 bildet das junge Team auch aus – Mediengestalter und Bürokaufleute.

Mit den Huskies begann es

Die Geschichte von Eskor begann, als Niklas Griesel gerade einmal 14 Jahre alt war – und großer Fan der Kassel Huskies. Als der Club vor knapp zehn Jahren pleite ging, wollte der Jugendliche helfen. Gemeinsam mit seinem Bruder Andreas und dessen Kumpel Nico Huck – die beiden hatten während ihres Studiums eine Werbeagentur gegründet – fragten sie bei den Huskies an, ob sie ihnen eine Vereinswebseite erstellen dürfen. Und so kam eines zum anderen: Die Jungs übernahmen für fünf Jahre die komplette Marketingkommunikation für den Verein. Auch die Trikots bekamen einen neuen Anstrich. „Und währenddessen sind immer mehr Kunden auf uns aufmerksam geworden.“

Griesel hatte mit 16 Jahren noch eine Ausbildung im Einzelhandel in Kassel angefangen. Weil das Geschäft mit der Werbeagentur aber so gut lief, stieg er dort fest mit ein und brach die Ausbildung ab. Das praktische Know-how zur Werbegestaltung eigneten sich die Jungunternehmer selbst an. Zur Weiterbildung dienten ihnen beispielsweise Online-Seminare und Youtube-Videos. „Das Studium der Wirtschaftswissenschaften der beiden Gründer war eine gute Grundlage, jedoch eher Theorie als Praxis,“ sagt Griesel.

Fünf Jahre betreute das Team von Eskor die Kasseler Eishockey-Mannschaft. Für Eigenwerbung habe Eskor in den acht Jahren seit der Gründung noch keinen Cent ausgeben müssen, da automatisch immer mehr Kunden aufmerksam geworden seien.

"Made in Germany" kommt an

In Körle entstehen in Zusammenarbeit mit den Kunden beispielsweise Konzepte, wie Firmen-Webseiten aussehen, was sie beinhalten und welchen Service sie bieten sollen. Ein Entwicklungsbüro in Berlin programmiert das Ganze. 

Etwa 150 bis 200 Seiten lang ist ein solches Webseiten-Konzept. Und das, was am Ende dabei herauskommt, kann sich sehen lassen: „Wir gewinnen regelmäßig in den USA Preise mit unseren Webseiten“, sagt Griesel stolz. Die Mischung aus amerikanischem Design und der seriösen Marke „Made in Germany“ komme äußerst gut an. Und durch die Awards würden immer wieder neue Kunden auf Eskor aufmerksam – ein Selbstläufer. „Durch viele loyale Stammkunden sind die Auftragsbücher für die nächsten drei Jahre mehr als gut gefüllt.“

Kunden aus der Großstadt kommen gerne ins nordhessische Dorf

Für eine Milliardärin aus Indien haben die Körler neulich eine Einladungswebseite für die Hochzeit auf Bali gestaltet. „Um solche Aufträge zu erhalten, ist beispielsweise eine gute Darstellung bei Instagram sehr hilfreich“, erklärt Niklas Griesel. Doch warum baut Eskor eigentlich auf dem Dorf und zieht nicht in eine Modestadt wie Düsseldorf oder Berlin? „Die Kunden kommen gerne nach Körle“, sagt Griesel. Gerade für Kunden aus Großstädten wie Wien oder Frankfurt sei es ein richtiges Erlebnis, aufs nordhessische Land zu kommen. 

Und dieses Erlebnis wollen die Geschäftsführer mit dem Neubau noch intensiver gestalten. Bei 1500 Euro starten die Preise für eine Webseite bei Eskor. Nach oben seien keine Grenzen gesetzt. Wer sich fragt, ob der Name „Eskor“ einen tieferen Sinn hat, den muss Griesel enttäuschen. Der Name sei aus einer Bierlaune heraus entstanden. „Wir fanden, dass er gut klingt.“ Außerdem lasse er sich international gut aussprechen.

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