Kritik an Kostensteigerung

Feuerwehrhaus Körle teurer als geplant - Das ist der Grund

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Soll im Frühjahr eingeweiht werden: Das neue Feuerwehrhaus an der Guxhagener Straße in Körle.

150 000 Euro mehr muss die Gemeinde Körle für den Neubau des Feuerwehrgebäudes an der Guxhagener Straße investieren.

Die Gemeindevertreter stimmten in ihrer Sitzung am Montag der Freigabe des Geldes zu. 

Kritik an der Kostensteigerung

Allerdings gab es Kritik von der CDU-Fraktion. Ursprünglich sollte das neue Feuerwehrhaus, das im Frühjahr eingeweiht werden soll, 2,2 Millionen Euro kosten. Doch insbesondere Fehlkalkulationen bei den Außenanlagen hätten zu einer Kostensteigerung geführt, erläuterte Bürgermeister Mario Gerhold. So sei beispielsweise der abgesenkte Gehweg nicht mit eingeplant gewesen. Außerdem seien einige Gewerke teurer geworden als angenommen.

Trotz Puffer: 150 000 Euro mehr für Feuerwehrhaus

„Das ist ja leider nicht das erste Projekt in Körle, das teurer geworden ist“, sagte Michael Greiner (CDU). Es seien auch nicht nur die 150 000 Euro, die der Feuerwehrneubau nun mehr verschlinge, sondern 400 000 Euro. Denn in den 2,2 Millionen Euro sei bereits ein Puffer von 250 000 Euro eingeplant gewesen. „Und dieser Puffer hat nicht ausgereicht“, sagte Greiner.

Und dabei habe man sich in der Gemeindevertretung strikt darauf geeinigt, die zwei Millionen-Grenze nicht zu überschreiten. Die CDU-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung. „Zustimmen kann ich nicht“, sagte Greiner. Eine Ablehnung sei aber auch nicht sinnvoll, da sich ja nun ohnehin nichts mehr ändern lasse.

Parlamentsvorsteher Siemon: Kostenrahmen sei lediglich Schätzung

Keinem gefalle es wohl, dass der Neubau teurer wird, hieß es von der SPD, aber die Enthaltung sei auch nicht der richtige Weg, sagte Philip Wenzel. „Wir müssen aber auch nach außen deutlich machen, dass wir nicht einfach alles so abnicken“, hielt Joachim Gebauer (CDU) entgegen.

Dass Projekte wie der Feuerwehrneubau den vom Parlament festgelegten Kostenrahmen sprengen, sei nicht vermeidbar, sagte Parlamentsvorsteher Klaus Siemon. Denn zu dem Zeitpunkt, wo das Parlament den Kostenrahmen derzeit beschließt, liege lediglich eine Kostenschätzung des Architekten vor. Wenn die Kosten am Ende übereinstimmen, sei dies „nur ein großer Zufall“, sagte Siemon.

Bürgermeister Gerhold nennt positive Beispiele in Körle 

Man könne nun aus dieser Sache lernen. Aber es gebe durchaus Projekte in Körle, die nicht teurer geworden seien als geplant, betonte Bürgermeister Mario Gerhold und nannte den Bau des Abwasserpumpwerks als Beispiel. Mit acht Ja-Stimmen der SPD und sechs Enthaltungen der CDU-Fraktion wurde die Freigabe weiterer 150 000 Euro beschlossen.

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