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Große Teile bei Wagenfurther Brücke verbaut

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Die Fuldabrücke nimmt immer mehr gestalt an: Am Donnerstag wurden mehrere große Fertigbauteile eingesetzt. Im August soll alles fertig sein.
Die Fuldabrücke nimmt immer mehr gestalt an: Am Donnerstag wurden mehrere große Fertigbauteile eingesetzt. Im August soll alles fertig sein. © William Abu El-Qumssan

Bald haben es die Wagenfurther geschafft: Im August soll der Neubau der Fuldabrücke abgeschlossen werden. Ein wichtiger Schritt war das Einsetzen der riesigen Fertigbauteile.

Körle – Die neue Fuldabrücke bei Wagenfurth hat ihre tonnenschweren Bauteile bekommen. Damit ist ein entscheidender Schritt zur Fertigstellung getan und der Körler Ortsteil ist schon bald wieder besser erreichbar.

Mit zwei mobilen Baukränen wurden am Mittwoch und Donnerstag die Teile auf die Stützpfeiler gehoben. Damit geht der Brückenneubau in die Endphase, wie Kreis-Straßenbaudezernent Jürgen Kaufmann während der spektakulären Bauarbeiten sagte. Der Landkreis investiert etwa 2,8 Millionen Euro in den Bau. Das Land Hessen zahlt davon 1,82 Millionen Euro.

Wenn alles nach Plan läuft, dann kann die Brücke im August eingeweiht werden, sagte Kaufmann. Werner Kolb, Projektverantwortlicher von Hessen Mobil weist aber darauf hin, dass es dafür im Juli und August gutes Wetter geben muss. „Wenn es regnet, können wir die Straße nicht versiegeln“, sagte Kolb.

Bestaunten das Spektakel in Wagenfurth: Die Kinder der Kita Röhrenfurth (Vorschulklasse) sowie die Erzieherinnen Smechana Berg (links) und Anja Langmaack.
Bestaunten das Spektakel in Wagenfurth: Die Kinder der Kita Röhrenfurth (Vorschulklasse) sowie die Erzieherinnen Smechana Berg (links) und Anja Langmaack. © William Abu El-Qumssan

Die neun Fertigbauteile wurden an den zwei vergangenen Tagen verbaut. Jedes Teil ist etwa 30 Meter lang und 80 Tonnen schwer. Ein zweiter Baukran war nötig, weil die Bauteile nur von der Bundesstraße 83 aus angeliefert werden konnten, sagte Kolb. Die Lastwagen hätten auf der Wagenfurther Seite der Brücke gar nicht mit den Bauteilen rangieren können.

„Die Wagenfurther mussten schon häufiger Geduld aufbringen, was ihre Brücke angeht“, sagte Körles Bürgermeister Mario Gerhold am Donnerstag. „So große Baustellen sind sonst immer ein Ärgernis für alle Betroffenen, aber hier haben wir fast gar nicht gemerkt, dass gebaut wird“, lobte er die Baufirmen und ihre Arbeiter.

Inge Riemenschneider vom Wagenfurther Ortsbeirat freut sich sehr darauf, wenn sie wieder ohne Umwege nach Hause kommt. Mit dem Auto über den Guxhagener Ortsteil Grebenau zu fahren, sei schon immer ärgerlich gewesen, „besonders bei den Spritpreisen.“

Das Spektakel war für Gerhold schon fast wie eine Einweihungsfeier. Neben den Verantwortlichen vom Landkreis, von Hessen Mobil und der Gemeinde Körle, waren auch zwei Kindergartengruppen vor Ort, die begeistert das Treiben auf der Baustelle verfolgten. „Das gilt es zu toppen“, sagte Gerhold. „Denn ich gehe davon aus, dass das die letzte Brückeneinweihung in meiner Amtszeit gewesen sein wird.“

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