Hans Joachim Hühner ist Atemtherapeut

Geheimnis des Atmens: Infoabend in der Grünen Harfe in Körle

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Strecken und Atmen: Das sollte man laut Hans Joachim Hühner öfter in den Alltag integrieren.

Atmen ist für die meisten wohl nur Mittel zum Zweck, ein Mechanismus, der uns am Leben hält. Doch der Atem kann viel mehr, sagt Hans Joachim Hühner.

Der 71-Jährige aus Körle betreibt nicht nur die Kulturscheune Grüne Harfe, er ist auch ausgebildeter Atemtherapeut. Kommenden Mittwoch, 10. Juli, will er Interessierten das bewusste Atmen bei einem Vortrag näher bringen. 

Los geht’s um 20 Uhr in der Grünen Harfe, Spenden sind willkommen.

Wichtig ist es, bewusster zu atmen 

Wer richtig atmet, der lebt glücklicher und gesünder. Da ist sich Hans Joachim Hühner sicher. „Ich möchte, dass die Leute das wissen und ausprobieren.“ Doch wie atmet man denn „richtig“? 

Atmen wir also falsch? „Ja, die meisten atmen tatsächlich nicht bewusst genug“, sagt Hühner. Die Menschen seien heute alle unglaublich nervös und niemand nutze den Atem als Instrument, um dem entgegen zu wirken. 

„Erst wenn wir beispielsweise einen Schnupfen haben und die Nase zu ist, schenken wir unserem Atem mehr Beachtung.“ Mit Anfang 30 absolvierte Hühner, der damals Lehrer für Mathe und Biologie war, die Ausbildung zum Atemtherapeuten.

Bewusstes atmen hilft bei Stress

Damals wohnte Hühner noch im Odenwald. Er habe dort Bekanntschaft mit einem jungen Mann gemacht, der ebenfalls diesen Weg eingeschlagen hatte. Dieser habe ihn so überzeugt und begeistert, dass er seinen Lehrerjob an den Nagel gehangen habe, um schließlich die Ausbildung zu absolvieren. 

„Und ich war Beamter auf Lebenszeit“, sagt Hühner. Bewusstes Ein- und Ausatmen könne man nicht von jetzt auf gleich lernen. „Wichtig ist, dass man es übt und dabei selbst die Erfahrung macht, dass es einem guttut.“ Denn nur dann bleibe man auch dran.

Die Atmung könne uns in vielen Situationen helfen. Beispielsweise dabei, abzuschalten, Stress abzubauen, besser einzuschlafen und die Natur bewusster zu erleben. 

Atmen könne man aber auch dazu nutzen, um wacher zu werden, aufnahmefähiger und konzentrierter. Nur so nebenbei funktioniere das eben nicht. 

Um die positiven Wirkungen zu spüren, „müssen wir lernen, uns eine Weile nur aufs Atmen zu konzentrieren“. Gerade am Anfang falle es schwer, sich von anderen Gedanken zu lösen.

Das Atmen kann überall geübt werden

Um richtiges Atmen zu üben, benötige man keinen speziellen Ort. „Das kann man immer mal machen, wenn man gerade nichts anderes zu tun hat. Beispielsweise wenn man im Wartezimmer beim Arzt sitzt oder an der Bushaltestelle.“ 

Auch wenn man sich über etwas den Kopf zerbreche, solle man stattdessen lieber ein paar tiefe, bewusste Atemzüge nehmen. „Auch wer stocksauer ist, kann einfach mal ausprobieren, vier- bis acht Mal tief zu atmen. Das hilft sofort.“

Bestimmte Düfte könnten uns außerdem jede Menge Energie schenken. So beispielsweise Rosenduft oder der Geruch des Waldes. „Dieser versetzt uns sofort in eine andere Wahrnehmung.“

Termin:

Der Abend unter dem Motto „Die Geheimnisse des Atems“ findet am Mittwoch, 10. Juli, 20 Uhr in der Kulturscheune Grüne Harfe in Körle statt. Eintritt frei, Spenden erbeten. 

Anmeldung bei Hans Joachim Hühner unter Tel. 05665/3362

VON CAROLIN HARTUNG

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