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Gemeinde Körle will 2023 rund 2,6 Millionen Euro investieren

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Das Baugebiet Riesenrain in Körle soll 2023 Straßen und Gehwege bekommen. Unser Bild entstand im Mai dieses Jahres. Archi
Das Baugebiet Riesenrain in Körle soll 2023 Straßen und Gehwege bekommen. Unser Bild entstand im Mai dieses Jahres. Archi © Frank Michael/Privat/NH

Die Gemeinde Körle hat den Haushaltsplan für 2023 vorgestellt. Vor allem Ausgaben für Straßenbau und Gebäude im Ortskern sind geplant.

Körle – Die Gemeinde Körle will knapp 2,6 Millionen Euro im Jahr 2023 investieren. Das geht aus dem Haushaltsplan der Gemeinde hervor, den Bürgermeister Mario Gerhold am Montag bei der Sitzung der Gemeindevertreter vorstellte. Das meiste Geld davon fließt in den Straßenbau und den Ortskern.

Riesenrain: Im Neubaugebiet Riesenrain werden laut Gerhold ab kommenden Frühjahr voraussichtlich 30 Gebäude mit 50 Wohneinheiten stehen. Damit könne dort auch der Straßenausbau starten. 600.000 Euro sind dafür eingeplant, um die Gehwege und Straßenoberflächen zu bauen. Reste aus dem Haushalt 2021 werden dafür zusätzlich aufgebraucht.

Zum Rot: Das Bauvorhaben in der Straße Zum Rot soll im Frühjahr 2023 endlich beginnen. Kanäle, Wasserleitungen und die Straße sollen dort erneuert werden. Rund 517.000 Euro sind dafür in dem Haushaltsentwurf eingetragen. Hinzu kommen 882.000 Euro, die bereits im Haushalt 2022 veranschlagt sind. Die Baupläne wurden aber wegen des Krieges in der Ukraine auf Eis gelegt. Die Angebotspreise waren laut Gerhold überhöht. Daher wurde die Ausschreibung wegen Unwirtschaftlichkeit aufgehoben.

Ortszentrum: Auch in den Körler Ortskern will die Gemeinde kommendes Jahr investieren. Im Gebäude der alten Grundschule, Nürnberger Straße 2, sollen die zwei Wohnungen im Dachgeschoss saniert werden. Diese stehen aktuell leer. Außerdem gibt es Feuchtigkeitsschäden im Keller. 450.000 Euro sind für die Sanierung laut Haushaltsplan vorgesehen.

Durch die Lage im Ortszentrum und da es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, ist laut Bürgermeister eine Förderung durch das Programm Lebendige Zentren möglich. Körle bekommt aus dem 39,5 Millionen Euro großen Fördertopf vom Land Hessen 578 000 Euro.

Körle: Dachgeschoss wird für Hörgeräte-Geschäft saniert

„Als die Förderung beantragt wurde, war da noch die Planung für die Nürnberger Straße 18 enthalten“, sagt Gerhold. Die Gemeinde wollte dort Flächen für die Bücherei und einen Hörgeräte-Akustiker herrichten. Doch statt einer Sanierung will der Investor Baupartner GmbH aus Fritzlar einen zweistöckigen Neubau mit einer Tagespflege und Wohnungen errichten lassen. Dafür fallen für die Gemeinde nun keine Kosten mehr an.

Weitere Kosten, die im Haushaltsplan festgehalten sind, betreffen allerdings das Nebengebäude Hausnummer 18a: Für 235.000 Euro soll das Dachgeschoss des Hauses ausgebaut werden. Dort soll nun der Hörgeräte-Akustiker einziehen.

Auch dieses Vorhaben könne mithilfe des Förderprogramms Lebendige Zentren finanziert werden. Der Bauantrag sei von der Gemeinde bereits gestellt. Gerhold nannte den kommenden Herbst als möglichen Bezugszeitraum.

Eckdaten: Die Gemeinde rechnet für 2023 mit Gesamtbeträgen von 8,1 Millionen Euro. Denen stehen Aufwendungen in Höhe von 7,96 Millionen Euro gegenüber. So soll sich ein Überschuss von etwas mehr als 127.000 Euro ergeben. Das „positive Ergebnis“ resultiert laut Gerhold aus Steuerprognosen aus dem Herbst: Die Einkommenssteuer wird wohl auf 2,37 Millionen Euro ansteigen. Auch die Gewerbesteuer gewinne mit 700 000 Euro zunehmend an Einfluss. Erhöhungen der Steuersätze sind nicht vorgesehen.

Körle: Pro-Kopf-Schulden liegen unter Landkreis-Durchschnitt

Beim Aufwand stechen besonders die Kosten für das Personal der Gemeinde heraus: 2,96 Millionen Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Die Gewerbesteuerumlage schlägt mit 2,13 Millionen Euro zu Buche.

Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde mit 3072 Einwohnern beläuft sich auf 1883 Euro. Dieser liegt damit deutlich unter dem Landkreis-Schnitt von 2506 Euro.

Beschlossen werden soll der Haushalt von den Gemeindevertretern voraussichtlich am 6. Februar. (William Abu El-Qumssan)

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