Gemeindevertretersitzung

Gemeinde will Bebauungsplan für Körler Gewerbegebiet aufstellen

Ortseinfahrt Körle Süd: Mit einem Bebauungsplan will die Gemeinde Einfluss auf die Entwicklung des ehemaligen CBI-Geländes nehmen (links). Mit zum Gewerbegebiet gehört auch die Fläche rechts, auf der sich der Mülmischtal-Grill und ein großer Parkplatz befindet. Foto: C. Hartung

Körle. Die Körler Ortseinfahrt aus Richtung Röhrenfurth ist nicht die Schokoladenseite der Gemeinde, darüber waren sich die Gemeindevertreter in der jüngsten Sitzung am Montag einig. Damit sich der Standort künftig im Interesse der Gemeinde entwickelt, soll nun ein Bebauungsplan aufgestellt werden. 

Damit will die Gemeinde regeln, welche gewerbliche Nutzung auf dem ehemaligen Basaltwerk-Gelände künftig möglich sein soll.

Laut Bürgermeister Mario Gerhold komme für die Gemeinde beispielsweise infrage, dass sich eine Logistik-Firma oder auch ein Einzelhandelsunternehmen auf der ehemaligen Industriefläche ansiedelt.

Vor einiger Zeit habe sich ein Interessent für die zweigeschossige Halle auf dem Gelände an die Gemeinde gewandt, sagte Gerhold. Dieser habe beabsichtigt, die Räume als Spielhalle zu nutzen. „Wir sind aber im Gemeindevorstand zu dem Ergebnis gekommen, dass es seitens der Gemeinde keine Zustimmung für dieses Vorhaben geben wird. Wir sind uns sicher, dass dort etwas Sinnvolleres für die Gemeinde entstehen kann, als eine Spielhalle“, sagte Gerhold in der Sitzung.

Ziele der künftigen Nutzung sollten zum Beispiel die Schaffung von Arbeitsplätzen sein.

Auch auf das Ortsbild solle die künftige Nutzung einen positiven Effekt haben. Wenn ein Bebauungsplan vorliegt, bleibe die Gemeinde „Herr des Verfahrens“ und könne Einfluss auf die Entwicklung nehmen. Man müsse aber realistisch bleiben, sagten Gerhold und SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Oetzel. Es handele sich schließlich um eine ehemalige Industriefläche. Auf jeden Fall solle sich der Zustand verbessern, „bauplanerisch wollen wir das Beste draus machen“, sagte Oetzel.

Die Ansiedlung einer Spielhalle solle die Gemeinde doch gänzlich ausschließen, regte Joachim Gebauer (CDU) an. Auf der einen Seite bemühe man sich, dass Familien in den Ort ziehen, dann könne man auf der anderen Seite nicht etwas zulassen, was ein dermaßen großes Suchtrisiko birgt.

Zwei Jahre hat die Gemeinde nun Zeit zur Aufstellung des Bebauungsplanes. Bis dahin gilt für die Fläche eine Veränderungssperre, „damit uns währenddessen niemand vor vollendete Tatsachen stellen kann“, erklärte Gerhold.

Für das Gelände auf der gegenüberliegenden Seite, dort wo sich der Mülmischtal-Grill befindet, gebe es bereits einen Käufer, sagte Gerhold.

Zunächst solle der Betrieb des Imbiss’ aber weitergehen. Auch diese Fläche soll mit in den Bebauungsplan aufgenommen werden.

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