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Glasfaserausbau: Gemeinde Körle will leere Rohre verkaufen

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Rund 800 Meter leere Rohre liegen um das Baugebiet „Im Kitzwinkel“ in Körle.
Rund 800 Meter leere Rohre liegen um das Baugebiet „Im Kitzwinkel“ in Körle. © Gemeinde Körle

Die Körler Gemeindevertreter stimmen am Montag, 11. Juli über den Netzausbau „Im Kitzwinkel“ ab. Dort liegen ungenutzte Rohre, die die Firma Unsere Grüne Glasfaser nun kaufen soll.

Körle – Der Ausbau für schnelles Internet in Körle ist in vollem Gange – nach und nach werden die Grundstücke von der Firma Unsere Grüne Glasfaser (UGG) an das Glasfasernetz angeschlossen. Ebenfalls an das Netz angeschlossen werden soll das Baugebiet „Im Kitzwinkel“. Dafür gibt es jedoch noch eine Hürde zu nehmen.

„Im Kitzwinkel“ liegen bereits sogenannte Leerrohre aus, durch die die Glasfaser gezogen wird. Die Gemeinde Körle ließ die Rohre 2014 gemeinsam mit den anderen Erschließungsarbeiten für Wasser und Kanäle verlegen. Rund 800 Meter der Rohre umfassen das Gebiet. Über den Verkauf dieses Leerrohrnetzes an die UGG soll in der Sitzung der Gemeindevertreter am Montag, 11. Juli, ab 19.30 Uhr im Gasthaus zur Krone abgestimmt werden.

Im Raum steht eine Verkaufssumme von etwa 40 000 Euro, teilt Körles Bürgermeister Mario Gerhold auf Anfrage unserer Zeitung mit. Eine Nutzung der bestehenden Rohre durch die UGG erachte er als sinnvoll.

Durch den Verkauf des Rohrnetzes an UGG soll ein erneuter Aufbruch der Straßenbeläge „Im Kitzwinkel“ vermieden werden. Das war der Fall bei den Baugebieten Riesenrain und der Straße Sonnenhang.

Dort hat die Firma Netcom Rohre für Glasfaser verlegt. Zwischen UGG und Netcom konnte laut der Gemeinde keine Einigung über einen Verkauf der Leerrohre erzielt werden. Auch auf eine Mitnutzung konnten sich die zwei Firmen nicht einigen.

Für die Versorgung von den etwa 50 Haushalten und vier Gewerbebetrieben „Im Kitzwinkel“ versucht die Gemeinde aber eine Einigung zu finden.

Thema in der Sitzung ist außerdem ein Antrag der Körler CDU: Die Fraktion wünscht sich die Gründung eines Arbeitskreises mit dem Namen „Fahrradfreundliche Gemeinde Körle“ sowie die Benennung eines Fahrradbeauftragten. Außerdem soll über die Aufhebung von Bebauungsplänen entschieden werden. (William Abu El-Qumssan)

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