Neuebaugebiet 

Grünes Licht für Mühlenfeld: Gemeindevertreter ebenen Weg für neues Baugebiet in Körle

40 Grundstücke sollen etwa im neuen Baugebiet Mühlenfeld/Riesenrain zur Verfügung stehen. Infos zu den Grundstückspreisen könnten im Juni vorliegen. Grafik: ANP

Bereits im Herbst dieses Jahres sollen die ersten Grundstücke im neuen Körler Baugebiet Mühlenfeld/Riesenrain verkauft werden. Die Gemeindevertreter ebneten in ihrer Sitzung am Montag den Weg dafür.

Etwa 40 Bauplätze sollen im neuen Baugebiet zur Verfügung stehen. Das Gebiet schließt an die bestehende Bebauung im Mühlenfeld an.

Äußern konnten sich die vergangenen Wochen die Träger öffentlicher Belange zum Vorhaben – keiner der 27 habe grundlegende Bedenken geäußert, sagte Bürgermeister Mario Gerhold.

Neben Ein- und Zweifamilienhäusern sollen mittig des Areals auch Mehrfamilienhäuser entstehen, um dem Bedarf an Wohnungen nachzukommen, erläuterte Gerhold. Die Gemeinde hoffe, dass sich jemand findet, der dort investiert.

Möglich sind bis zu drei Mehrfamilienhäuser mit einer Firsthöhe von maximal zehn Metern und maximal zwei Geschossen. Möglich sind laut Gerhold aber auch Gebäude mit zwei Vollgeschossen und ausgebautem Dach- oder Staffelgeschoss.

Nachgebessert wurde auf Wunsch einiger Anwohner bei der Verkehrsanbindung. Neben der bestehenden Anbindung über den Buchenhain soll nun auch ein Wirtschaftsweg als Verbindung zur Empfershäuser Straße ausgebaut werden, sodass er von Autos befahren werden kann. Es gebe bereits dreimal so viele Interessenten, wie Bauplätze zur Verfügung stehen, sagte Gerhold. Diejenigen, die schon lange auf einen Platz warteten, sollten fairerweise nun auch zum Zug kommen. Deshalb habe die Gemeinde auch bei denjenigen das Interesse abgefragt, die bereist auf der Liste für den dritten Abschnitt des Baugebiets Kitzwinkel gestanden haben. Von diesem wurde wegen möglicher Geruchsbelästigung durch nahegelegene Aussiedlerhöfe abgesehen (HNA berichtete).

Die Höhe des Quadratmeterpreises wird voraussichtlich im Juni festgelegt werden können, wenn die Ausschreibungsergebnisse für die Erschließungsarbeiten vorliegen.

Von den Fraktionen gab es einstimmig Grünes Licht zum Vorhaben. „Wir wollen, dass es jetzt endlich losgehen kann“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Oetzel. Die Einwohnerzahl zu halten sei äußerst wichtig für die finanzielle Situation der Gemeinde. Und dies sei nur möglich, wenn neue Wohnungen geschaffen würden, so Oetzel. „Auch, wenn es aus landwirtschaftlicher Sicht sehr bedauerlich ist.“

Neue Einwohner seien enorm wichtig für die Erhaltung der Infrastruktur, betonte auch Michael Greiner, Fraktionsvorsitzender der CDU. Wolle man Geschäfte, Banken, Ärzte und Schule im Ort halten, dann sei die Einwohnerzahl entscheidend. Er wies außerdem darauf hin, dass der bestehende Fuß- und Radweg zwischen neuer und bestehender Bebauung so weit wie möglich zurückgebaut werden sollte. Zum einen, um den Häuslebauern möglichst große Grundstücke zur Verfügung stellen zu können, zum anderen, um die Pflege des Weges für die Gemeinde so gering wie möglich halten zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.