Baustraßen sind fertig

Baugebiet Mühlenfeld/Riesenrain in Körle: Jetzt können die Hausbauer starten

Im Baugebiet: von links Bauamtschef Joachim Gerlach, von der Firma Emmeluth Jörg Mosebach, Günther Gunkel, Jeffrey Otto und Roger Muster (im Bagger), Bürgermeister Mario Gerhold, Roland Hödl und Timo Glock-Schrodt (Emmeluth).
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Im Baugebiet: von links Bauamtschef Joachim Gerlach, von der Firma Emmeluth Jörg Mosebach, Günther Gunkel, Jeffrey Otto und Roger Muster (im Bagger), Bürgermeister Mario Gerhold, Roland Hödl und Timo Glock-Schrodt (Emmeluth).

Noch ein paar Feinarbeiten, dann können die Häuslebauer im Baugebiet Riesenrain in Körle auch schon loslegen. Denn die Erschließungsarbeiten seitens der Gemeinde sind nun soweit abgeschlossen, dass die Grundstücke an die Käufer übergeben werden können.

Körle - Und einige stehen bereits in den Startlöchern, weiß Bauamtschef Joachim Gerlach. Darunter auch das neu gegründete Körler Bauunternehmen AHoch3 Bau, dessen drei Geschäftsführer drei Mehrfamilienhäuser im Riesenrain errichten wollen (HNA berichtete). Die Baustraßen im Wohngebiet sind nun asphaltiert, unter Tage Gas, Kanal und Wasserleitungen verlegt. Auch der ehemalige Wirtschaftsweg, der vom neuen Baugebiet auf die Empfershäuser Straße führt, ist jetzt mit der ersten Asphaltschicht versehen. Die 150-Grad-Celsius heiße Asphaltmasse wurde am Mittwoch unweit des Clubhauses des FC Körle aufgebracht. Insgesamt wurden jetzt auf 3500 Metern eine Asphalttragschicht aufgebracht, 900 Meter Wasserleitungen verlegt und je 700 Meter Schmutz- und Regenwasserkanal unter die Erde gebracht. In etwa zwei bis drei Jahren, bis die Häuser im Wohngebiet stehen, folgt dann der Straßenendausbau, sagt Gerlach. Mit dem Grundstückskauf einhergeht für die Eigentümer die Auflage, die Fläche innerhalb von zwei Jahren zu bebauen.

Alle 38 Grundstücke sind vergeben, sagt Bürgermeister Mario Gerhold. 30 sind verkauft, der Rest reserviert. Bei einigen sind bereits die Bauanträge genehmigt – es kann also direkt losgehen.

Auf ein Verbot von Schottergärten habe man bewusst verzichtet, erläutert Gerhold, der selbst Mitglied im Nabu ist. „Denn wer seinen Garten schottern will, aber nicht darf, der asphaltiert ihn dann eben.“ Jedoch seien die Eigentümer verpflichtet, 30 Prozent des Grundstücks als freie Vegetationsfläche anzulegen. Zusätzlich müssen fünf Prozent der Grundstücksfläche mit Bäumen oder Sträuchern bepflanzt werden, heißt es im Bebauungsplan. In Zusammenarbeit mit dem Nabu plane man, die Grundstückseigentümer über eine vogel- und insektenfreundliche Gartengestaltung aufzuklären. Mithilfe einer Broschüre sollen die Häuslebauer Informationen bekommen.

Mit dem Abschluss der Erschließungsarbeiten liegt die Gemeinde voll im Zeitplan. Auch der Kostenrahmen – die Gemeinde investiert 3,3 Millionen Euro ins Baugebiet – könne eingehalten werden, so Gerhold. Jedoch kommen auf die Gemeinde wohl noch Kosten für Regulierung von Schäden zu. Wie Mario Gerhold berichtet, haben sich während der Arbeiten Anwohner des Mühlenfelds gemeldet, da durch starke Erschütterungen in ihren Häusern Schäden wie Risse in den Wänden entstanden seien. Ein Gutachter werde die Schäden in Augenschein nehmen und die Gemeinde werde selbstverständlich dafür aufkommen, falls diese durch die Bauarbeiten entstanden seien, sagt Gerhold. Schuld an den starken Erschütterungen in einigen bestehenden Gebäuden ist der Untergrund. Stellenweise liegen wohl größere Platten, die beim Verdichten des Schotters mit der Rüttelplatte die Vibration übertragen haben. Als sich die Anwohner gemeldet haben, habe man sofort die Vibrationsverdichtung eingestellt und auf statische Verdichtung umgestellt, also ohne Rüttelplatte, sagt Gerlach. Im Vorfeld der Arbeiten sei der Baugrund zwar untersucht worden – mit Bohrungen an zwölf Stellen – aber dabei sei man nicht auf den plattigen Untergrund gestoßen. (Carolin Hartung)

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