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In Körle soll eine Notunterkunft für bis zu 100 Geflüchtete entstehen

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Luftbild von Körle
In Körle wird Platz für eine Notunterkunft geschaffen. © Ruth Brosche

Die Kapazitäten für Geflüchtete im Landkreis sind bald aufgebraucht. Körle stellt nun die Fläche für eine Notunterkunft aus Wohncontainern bereit.

Körle – Auf dem Kleinfeld oberhalb des Sportplatzes in Körle werden wohl Wohncontainer zur Unterbringung für bis zu 100 geflüchteten Menschen aufgestellt. Das teilt die Gemeinde mit.

Da laut einer Statistik des Schwalm-Eder-Kreises in Körle bisher weniger Geflüchtete aufgenommen wurden, als prozentual in anderen Gemeinden, hatte sich der Kreis an die Gemeinde mit dem Appell zur Unterbringung geflüchteter Menschen gewandt. Rund 40 Geflüchtete werden dem Landkreis wöchentlich seitens der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen zugeteilt.

Das Land Hessen aktualisiert die zu erwartende Zahl an Neuankömmlingen regelmäßig, sagt Kreissprecher Stephan Bürger auf Anfrage. Der Landkreis rechne damit, dass bis zum Jahresende die Kapazitäten in den Gemeinschaftsunterkünften und zur Verfügung stehenden Wohnungen aufgebraucht sein werden.

2500 Menschen aus Ukraine im Landkreis aufgenommen

Alleine aus der Ukraine wurden seit Februar dieses Jahres 2500 Menschen im Landkreis aufgenommen. 30 Menschen aus der Ukraine sind laut Körles Bürgermeister Mario Gerhold seit dem Ausbruch des Krieges in Körle untergekommen. „Aber für die Unterbringung weiterer Menschen fehlt uns Wohnraum“, sagte Gerhold.

Der geringe Leerstand der Gemeinde sei an dieser Stelle von Nachteil. „Bei uns in Körle ist die Unterbringung und Integration von vielleicht 80 Menschen alles andere als leicht, da gibt es nichts zu beschönigen. Unser Arbeitsmarkt in Deutschland braucht aber dringend Zuwanderung, daher sehe ich das auch als Chance“, sagt Gerhold.

Notunterkunft in Körle: Container statt Sporthallen.

Die Kreisverwaltung und die Städte und Gemeinden wollen vermeiden, erneut Sporthallen und Dorfgemeinschaftshäuser für die Unterbringung der Geflüchteten in Anspruch nehmen zu müssen. Wohncontainer könnten laut Gerhold Platz für 80 bis 100 Menschen bieten. Das sei auf dem Hartplatz oberhalb des Sportplatzes möglich.

Sofern der Schwalm-Eder-Kreis von dem Flächenangebot in Körle Gebrauch macht, geht der Bürgermeister von einer Belegung im ersten Quartal 2023 aus.

Notunterkunft in Körle: Betreuung liegt beim Landkreis

Wird die Notunterkunft für Geflüchtete auf dem Hartplatz in Körle realisiert, liegt die Betreuung der Wohncontainer-Anlage federführend beim Schwalm-Eder-Kreis. Das teilt Kreissprecher Bürger mit.

Eine Arbeit Hand in Hand mit der Gemeinde Körle werde natürlich angestrebt. Die Gemeinde plant ihrerseits die Gründung einer Bürgerarbeitsgruppe, die das Projekt und die untergebrachten Menschen begleiten soll. (William Abu El-Qumssan)

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