Drei-Millionen-Euro-Projekt

In Wagenfurth geht’s los: Am Montag starten Bauarbeiten für neue Fuldabrücke

Seit vier Jahren ist die Brücke in Wagenfurth wegen Sanierungsbedarf auf eine Maximallast von zwölf Tonnen beschränkt: Nun beginnen die Bauarbeiten für eine neue Brücke.
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Seit vier Jahren ist die Brücke in Wagenfurth wegen Sanierungsbedarf auf eine Maximallast von zwölf Tonnen beschränkt: Nun beginnen die Bauarbeiten für eine neue Brücke.

In Wagenfurth wird es nun endlich ernst. Die Bauarbeiten für die neue, drei Millionen Euro teure, Fuldabrücke starten am kommenden Montag. Anwohner müssen ein knappes Jahr eine Umleitung in Kauf nehmen.

Wagenfurth – Die alte Brücke wird abgebrochen. Bereits vor vier Jahren wurde die maximale Tragkraft der Brücke auf zwölf Tonnen beschränkt. Fahrzeuge, die schwerer sind, dürfen die sanierungsbedürftige Brücke also bereits seit 2017 nicht mehr befahren – sehr zum Ärgernis ortsansässiger Unternehmer und Landwirte (HNA berichtete).

Der Start

In der ersten Woche, ab dem 30. August, bekommt zunächst der Grünabfallsammelplatz eine Behelfszufahrt von der B 83 aus. Die eigentliche Zufahrt zur Anlage über die Wagenfurther Kreuzung auf den Wiesenweg wird durch Baufahrzeuge blockiert sein, erklärt Bürgermeister Mario Gerhold.

Die Umleitung

Ab Montag, 6. September, wird dann eine Vollsperrung eingerichtet. Wagenfurth erreicht man über die B 83 bis Grebenau und von dort über die K 147 bis Wagenfurth. Die Strecke wird in beiden Richtungen ausgeschildert. Von der Körler Ortsmitte bis Wagenfurth sind es dann fünf statt eineinhalb Kilometer. Jedoch gibt es Ausnahmen für ortsansässige Betriebe. Beispielsweise darf Holzbau Dieling für Langholztransporte auch den Wirtschaftsweg über Lobenhausen nutzen, da der Transport dieser langen Teile über die engen Ortsdurchfahrten von Grebenau und Wagenfurth nicht möglich sei, sagt Gerhold. Dasselbe gilt für die Firma Osterberg, die Baukräne vermietet. Auch die Feuerwehrleute aus Wagenfurth dürfen im Einsatzfall den Wirtschaftsweg nutzen, um möglichst schnell zum Stützpunkt in Körle zu gelangen. Auch der Schulbus nutzt den Wirtschaftsweg, die Schulkinder können wie gewohnt in Wagenfurth ein- und aussteigen.

Die Baustelle

Mit Einrichtung der Vollsperrung beginnen auch die Bauarbeiten. Zunächst wird das Baufeld an beiden Ufern vorbereitet. Aufgrund der Bodenverhältnisse und der Belastung durch Baumaschinen und Baumaterialien müssen im Baufeld bereits Bohrpfähle zur Abtragung dieser Lasten in tragfähige Schichten gesetzt werden, heißt es von Hessen Mobil weiter.

Der Abbruch

Zum Schutz des Fischbestandes wird erst ab Anfang Oktober mit dem eigentlichen Abbruch der alten Brücke begonnen. Denn im Herbst ist die Laichzeit der meisten heimischen Fischarten beendet. Zunächst werden Fahrbahn und die Trägerteile der Brücke kleinteilig entfernt.

Anschließend erfolgt der Rückbau der Balken und der Pfeiler.

Der Neubau

Ist die alte Brücke abgebaut, beginnen die Gründungsarbeiten für die neue, 93 Meter lange, Brücke. Zahlreiche Stahlbetonbohrpfähle unter den Widerlagern und den Pfeilern sorgen mit einem Durchmesser von jeweils 90 Zentimetern in einer Länge von bis zu zehn Metern dafür, dass ein tragfähiger Grund für die neue Brücke entsteht. Wenn Widerlager und Pfeiler hergestellt sind, werden die Fertigteile für die Brücke geliefert und mithilfe von Kränen montiert. „Mit der Asphaltierung der Fahrbahn und der Montage der Verkehrssicherungsanlagen ist die Brücke voraussichtlich Ende Juli 2022 fertig“, so Hessen Mobil mit.

Die Kosten

Der Kreis investiert 2,8 Millionen Euro in Bau. 1,82 Millionen Euro Fördergeld gibt es vom Land Hessen. 16 000 Euro für Beleuchtung und Gehweganbindung muss die Gemeinde selbst tragen – 10 000 Euro Fördergeld gibt’s. (Carolin Hartung)

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