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Kammermusikwoche in Lobenhausen wurde eröffnet

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Bei der Eröffnung der Kammermusikwoche: Diego Jascalevich (von links, vorn) und Maxine Neuman. Hinten stehen Karin Scholz vom Duo Bergerac, Komponist Michael Nicolas Walter und Peter Ernst vom Duo Bergerac.
Bei der Eröffnung der Kammermusikwoche: Diego Jascalevich (von links, vorn) und Maxine Neuman. Hinten stehen Karin Scholz vom Duo Bergerac, Komponist Michael Nicolas Walter und Peter Ernst vom Duo Bergerac. ©  Agnes Dürr

„Welten verschmelzen“ war das Motto. Es bezog sich auf die Kompositionen und Instrumente. Dabei waren Werke aus drei Jahrhunderten Musik zu hören.

Lobenhausen –Zur Eröffnung der Kammermusikwoche in der Kirche der Seligpreisungen sind das Duo Bergerac (Karin Scholz, Peter Ernst, Gitarre), Diego Jascalevich (Charango, Komponist) und Maxine Neuman (Cello) vor 55 Besuchern aufgetreten.

Mit Gespür für den Barock

Mit Gespür für den Barock erklangen zum Auftakt zwei Sonaten von Domenico Scarlatti aus Italien. Er reiste oft auf die Iberische Halbinsel und lernte dort spanische Musik kennen, die er in seine Kompositionen einbezog.

Ballade für mehr als einen Verrückten

Der Argentinier Jascalevich lebte auch in Mexiko und lernte in den Anden das Charango kennen. Er setzte zudem seine Stimme ein. Seine „Balada para mas de un loco“ (Ballade für mehr als einen Verrückten) verbindet Europa und Südamerika musikalisch. Die Musik brachte mit Verrücktheiten die Zuhörer zum Lachen.

Die ersten Bravo-Rufe und Applaus gab es schon vor der Pause nach zwei „Danza Esanola“ des katalanischen Komponisten Enrique Granados. Er suchte nach einem neuen Stil in der katalanischen Musik. So band er Stile aus Europa ein.

Ein Kasseler als Komponist

Dabei war auch der Kasseler Komponist Michael Nicolas Walter, der für das Duo Bergerac „Fusion Tune“ komponierte. Auf dem Programm standen außerdem: „Prayer“ von Frederic, eine Musik, die Ruhe ausstrahlt, „Ave Maria“ von Astor Piazolla, ein Stück für zwei Gitarren und Cello. Neuman spielte dabei so intensive Klänge, dass man sie körperlich spürt.

Zum Abschluss war „Blue Rondo a la Turk“ von Dave Brubeck zu hören. Darin gab es anfangs Ausbrüche in den Jazz, der den Mittelteil komplett bestimmte. Es folgte Applaus und als Zugabe ein Werk von Egberto Gismonti-Kuarup, das von allen Musikern interpretiert wurde.(Agnes Dürr)

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