Körle profitiert 2015 von hohen Einnahmen

Die alte Kläranlage in Körle: Sie soll abgerissen werden, da sie seit dem Anschluss ans Melsunger Klärwerk nicht mehr benötigt wird. Für den Abriss investiert die Gemeinde 40 000 Euro. Für die Abwasserentsorgung in Melsungen zahlt Körle eine jährliche Pauschale von 80 000 Euro. Foto: Archiv

Körle. Der Haushalt der Gemeinde Körle weist auch im Jahr 2015 ein Defizit auf - das teilte Bürgermeister Mario Gerhold in der Gemeindevertretersitzung am Montagabend mit.

Der Fehlbetrag sinkt allerdings im Vergleich zum Vorjahr um knapp 224 000 Euro auf 142 000 Euro. Hauptgrund sind laut Gerhold die gestiegenen Einnahmen aus der Einkommenssteuer: Sie belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro. Trotz dieser hohen Einnahmen sei die Finanzlage der Gemeinde immer noch nicht gut, so Gerhold in seinem Vorbericht zum Haushalt: Die Pro-Kopf-Verschuldung wird zum Ende des Jahres auf 1372 Euro steigen.

U3-Neubau ist großer Posten

In diesem Zusammenhang kritisierte Gerhold Bund und Land: Sie müssten die Kommunen finanziell mehr unterstützen, etwa im Bereich der Kinderbetreuung. Die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren verursacht auch 2015 hohe Kosten für die Gemeinde.

Das sind die größten Investitionen in diesem Jahr: 

• Für den U3-Neubau in der Ortsmitte sind 120.000 Euro vorgesehen. Im Haushalt 2014 waren hierfür bereits 705.000 Euro eingeplant. Für die Ausstattung der neuen U3-Einrichtung kommen 20.000 Euro hinzu. Bereits im Haushalt 2014 waren hierfür 20.000 Euro eingeplant, diese Summe reichte aber nicht aus.

• Das Obergeschoss des U3-Neubaus soll so ausgebaut werden, dass dort die Hausarztpraxis einziehen kann. Hierfür sind 300.000 Euro vorgesehen.

• Eine Pauschale von 80.000 Euro zahlt die Gemeinde jährlich - also auch 2015 - an die Stadt Melsungen für den Anschluss an das dortige Klärwerk.

• 75.000 Euro sind für eine Wasserleitung in der Langenbergstraße eingeplant. Diese soll im Zuge von Bauarbeiten für die Erdgasversorgung Körles erneuert werden.

• Die alte Kläranlage, die seit dem Anschluss Körles an das Melsunger Klärwerk nicht mehr benötigt wird, soll abgerissen werden. Dafür sind 40.000 Euro vorgesehen. Anstelle der Kläranlage soll eine Sammelstelle für Grünabfälle und Bauschutt eingerichtet werden.

• Im neuen Baugebiet am Körler Berg (Im Kitzwinkel) sollen zehn Straßenlampen angebracht werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 20.000 Euro. (jul)

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