Körle setzt auf Neubaugebiete - bald kann Bebauung „Im Kitzwinkel“ starten

Letzte Bauarbeiten: In der Straße Auf dem Hollunder im gleichnamigen Neubaugebiet in Körle wird derzeit ein Bürgersteig angelegt. Unser Foto zeigt Pierre Kaser (vorne) und Guido Kempe (im Führerhäuschen) von der Firma Lange Bau aus Homberg. Foto: Féaux de Lacroix

Körle. Nach 14 Jahren ist das Körler Baugebiet Auf dem Hollunder fast fertig: Noch laufen Bauarbeiten an der Straße Auf dem Hollunder, in etwa vier Wochen sollen aber auch diese erledigt sein. Aus Sicht von Bürgermeister Mario Gerhold endet damit eine Erfolgsgeschichte: Heute wohnen in dem Neubaugebiet 271 Menschen.

„Damit lebt dort mehr als jeder zehnte Einwohner der Kerngemeinde Körle“, sagt Gerhold. Von den 271 Bewohnern sind 74 Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre. „Das ist wichtig, damit Kindergarten und Grundschule erhalten bleiben können.“ Schließlich gebe es in anderen Kommunen bereits Grundschulen, die wegen zu geringer Schülerzahlen schließen müssten.

Im Jahr 2000 begannen die ersten Erschließungsarbeiten. In drei Bauabschnitten sind dort bis heute 98 Baugrundstücke entstanden, davon sind 97 verkauft und 93 bebaut. „Für das letzte noch unverkaufte Grundstück gibt es bereits Interessenten“, sagt Gerhold. Seit dem Jahr 2000 hat die Gemeinde Körle insgesamt etwa 3,9 Millionen Euro in die Erschließung des Baugebiets investiert. Diese Investition sei durch die Erlöse aus den Grundstücksverkäufen aber mehr als gedeckt, sagt Gerhold.

Millionen werden investiert 

Nach dem Erfolg mit dem Baugebiet „Auf dem Hollunder“ hat die Gemeinde Körle in diesem Sommer mit der Erschließung des nächsten Baugebietes begonnen: Am Körler Berg, „Im Kitzwinkel“, sollen im ersten Bauabschnitt 21 Grundstücke erschlossen werden. Die Arbeiten sollen Ende November, Anfang Dezember beendet sein, kündigt Gerhold an. Dann könnten Eigentümer beginnen, ihre Grundstücke zu bebauen. Bislang seien sieben der Grundstücke fest reserviert.

700 000 Euro hat die Gemeinde in die Erschließung des ersten Bauabschnitts investiert. Wann der zweite Bauabschnitt startet, ist noch nicht absehbar: „Das ist abhängig von der Nachfrage“, sagt Gerhold.

Im Gegensatz zum Baugebiet Auf dem Hollunder, das an das Körler Nahwärmenetz angeschlossen ist, soll das Gebiet am Körler Berg einen Erdgasanschluss bekommen. Die EAM plane, eine Leitung von Guxhagen über Körle bis nach Melsungen zu legen, sagte Gerhold. „Da nun Erdgas verfügbar ist, macht ein Anschluss ans Nahwärmenetz angesichts der niedrigen Erdgaspreise keinen Sinn“, sagt Gerhold. Außerdem würden am Körler Berg große Abnehmer wie die Schule oder die Berglandhalle fehlen, wie es sie im Bereich des Baugebiets Auf dem Hollunder gibt.

Von Judith Féaux de Lacroix

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