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Körler CDU will mehr für Radfahrer tun

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Aufwertung für alle Radfahrer: Die leerstehende Scheune in Lobenhausen soll ein Rastplatz mit Service-Station werden.
Aufwertung für alle Radfahrer: Die leerstehende Scheune in Lobenhausen soll ein Rastplatz mit Service-Station werden. © William Abu El-Qumssan

Mit einem Antrag hat die Körler CDU-Fraktion einen Fahrradbeauftragten für die Gemeinde gefordert. Eine Diskussion mit der SPD führte dann zu einem Info-Abend.

Körle – Unter dem Titel „Fahrradfreundliche Gemeinde“ stand ein Antrag der Körler CDU-Fraktion bei der Gemeindevertretersitzung am Montag, 11. Juli. Die CDU forderte sowohl die Gründung eines Arbeitskreises als auch die Ernennung eines Fahrradbeauftragten. Der Antrag wurde durch die SPD zwar ausgebremst, am Ende konnten die beiden Fraktionen sich aber auf einen Info-Abend einigen.

Ziel des Antrags war es laut CDU-Fraktionsvorsitzenden Michael Greiner, die Infrastruktur für Fahrradfahrer in der Gemeinde Körle zu verbessern. Als Beispiele führte Greiner den Ausbau des Radwegenetzes im Ortskern und die Verbesserung der Beschilderung an. Außerdem wünsche sich die Fraktion eine Reparatursäule für Fahrräder. Greiner habe während des Wahlkampfs im vergangenen Jahr die Rückmeldung aus der Bevölkerung bekommen, dass noch Handlungsbedarf bestehe.

Dem widersprach Jens Horry von der SPD. Er fahre um die 4000 Kilometer Fahrrad im Jahr und könne bestätigen, dass Körles Radwegenetz gut angebunden ist. Es seien außerdem genügend Projekte angestoßen, um die Gemeinde für Radfahrer attraktiver zu machen. Horry nannte unter anderem das geplante Fahrradparkhaus am Körler Bahnhof und den Umbau einer Scheune in Lobenhausen als Raststation (HNA berichtete).

Der Plan für die Scheune mit einer Service-Station für Radfahrer sei wesentlich besser als eine Reparatursäule. Diese sind laut Horry häufig unansehnlich und wegen Vandalismus defekt. Er sehe nicht viel Handlungsbedarf und halte die Wahl eines Fahrradbeauftragten für überflüssig.

Bürgermeister Mario Gerhold gab zu bedenken, ob ein solches Amt forciert werden sollte. Dem stimmte auch SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Oetzel zu. Ein solches Amt solle nicht durch die Gemeinde installiert werden, sondern sich auf natürliche Weise ergeben.

Er bezweifele auch, ob für die Verbesserung der Radfahrsituation ein neues Gremium wie ein Arbeitskreis nötig ist. Alle Gemeindevertreter und der Gemeindevorstand hätten ein offenes Ohr.

Achim Erbeck von der CDU bekräftigte, dass seiner Fraktion die Bildung eines Arbeitskreises wichtig sei. An dem Amt hänge er aber nicht.

Oetzel schlug vor, den Antrag der CDU an den Gemeindevorstand dahingehend zu ändern, dass zunächst ein Info-Abend unter dem Namen „Fahrradfreundliche Gemeinde Körle“ von der Gemeinde veranstaltet werden sollte. An diesem Abend könne ja dann geschaut werden, was sich künftig in Richtung Arbeitskreis ergibt. Diesem Vorschlag stimmte die CDU zu. Alle Gemeindevertreter stimmten dem Antrag zu. (William Abu El-Qumssan)

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