Ortstermin

Lobenhäuser wollen wachsen: Körler Dorf hat bald eine Jausenstation für Radler

Zum Entspannen: An der Fulda in Lobenhausen kann man es sich jetzt so richtig gut gehen lassen. Zwei neue Holzliegen laden zum Relaxen ein.
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Zum Entspannen: An der Fulda in Lobenhausen kann man es sich jetzt so richtig gut gehen lassen. Zwei neue Holzliegen laden zum Relaxen ein.

Sie haben immer ein Ohr für das, was die Menschen in ihrem Ort beschäftigt: die Ortsvorsteher. In unserer Serie stellen wir ihren Ort in loser Folge vor, diesmal Lobenhausen.

Lobenhausen – Für eines ist Lobenhausen weit über die Grenzen von Körle hinaus bekannt: die Kammermusikwoche in der hübschen kleinen Kirche der Seligpreisungen.

Aber der Körler Ortsteil hat noch jede Menge mehr zu bieten. Und bald wird es für Radfahrer und Wanderer noch einen weiteren Grund geben, um in dem 80-Seelen-Ort Halt zu machen.

Der Ortsvorsteher

Ortsvorsteher ist Günter Freudenstein. Für den 66-Jährigen ist es die zweite Amtszeit. Bevor er 2016 das erste Mal Ortsvorsteher wurde, gab es 40 Jahre lang gar keinen Ortsbeirat in Lobenhausen.

„Für einen Ort ist das nicht gut“, sagt er. Denn ein Ortsbeirat sei wichtig, um im Dorf etwas zu bewegen. Dinge, die ein Ortsbeirat bei der Gemeindeverwaltung vorbringt, werden protokolliert, man habe also etwas in der Hand.

Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung laufe gut, sagt Freudenstein. Aber vieles, was im Ort erledigt werden müsse, machen die Lobenhäuser auch selbst – „der Zusammenhalt hier ist gut“.

Der Plan

Das Örtchen mit der außergewöhnlich schönen Kirche liegt direkt am Radweg R 1. 500 bis 1000 Radfahrer kommen im Sommer täglich vorbei, schätzt Freudenstein.

Sie sollen schon bald Eis und kühle Getränke an der Fulda bekommen, sagt der Ortsvorsteher.

An der ungenutzten Scheune an der Ecke Am Freitagsbach/Obere Fuldatalstraße soll eine Jausenstation installiert werden, inklusive Fahrrad-Station mit Luftpumpe und weiteren Utensilien.

Neues Spielgerät: Der Spielplatz neben der Kirche wurde neu gemacht.

Die unter Denkmalschutz stehende Scheune soll dazu auf Vordermann gebracht werden. Zum Beispiel soll sie neu verputzt werden. Freudenstein hofft, dass die Jausenstation schon in der kommenden Fahrradsaison eröffnet werden kann.

Die Gemütlichkeit

Lobenhausen ist ein gemütliches Fleckchen mitten in der Natur. Und seit Kurzem ist es noch gemütlicher.

Denn gegenüber der geplanten Jausenstation – direkt an der Fulda – befinden sich jetzt neben der Sitzgruppe auch zwei hölzerne Liegestühle, auf denen man es sich an einem schönen Sommertag so richtig gut gehen lassen kann.

Die offizielle Einweihung steht noch bevor.

Die Kinder

Von den 80 Einwohnern sind sechs Kinder, beziehungsweise derzeit noch fünf – das sechste sei auf dem Weg, berichtet Freudenstein.

Auf dem Spielplatz neben der Kirche mit dem hölzernen Pavillon wartet auf die Kinder seit Neuestem ein schickes Kletter-Spielgerät mit Hängebrücke. Außerdem kommt in wenigen Tagen noch ein Bodentrampolin hinzu.

Der Wunsch

Günter Freudenstein weiß, „es wird sich in Lobenhausen etwas tun die kommenden Jahre“. Er spielt damit auf die teils sehr großen Häuser an, in denen derzeit ältere Ehepaare wohnen. Leerstand fürchtet er nicht.

Dafür habe er schon zu viele Anfragen nach Wohnimmobilien in Lobenhausen erhalten – beispielsweise von Menschen aus Kassel, Baunatal und Felsberg. „Lobenhausen liegt ja auch gut. In drei Minuten bin ich mit dem Fahrrad bei der Bank und beim Bäcker in Körle.“

Der Weg in die Ortsmitte sei für Lobenhäuser kürzer als für Körler, die zum Beispiel im Baugebiet Mühlenfeld wohnen. „Und es ist ruhig hier. Es gibt keine Durchfahrtstraße.“

Da man in Körle nun in Sachen Neubaugebiet an den Grenzen angelangt sei, „hoffe ich, dass wir jetzt zum Zug kommen“, sagt Freudenstein. Am Schlangenweg wäre Platz für Wohngrundstücke, lediglich die Hanglage sei baulich etwas anspruchsvoll – der Ausblick auf die Fulda jedoch unschlagbar.

Mit den Bauplätzen soll Lobenhausen wachsen. Freudenstein wünscht sich, dass bald wieder 120 bis 130 Menschen im Dorf wohnen. „In meiner Jugend waren wir mal 135.“ (Carolin Hartung)

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