April, April!

April, April! Nackig übern Körler Steig: Gemeinde bekommt FKK-Wanderweg

Eine Situation wie diese könnte sich künftig auf dem Körler Steig abspielen. Ein Teil des beliebten Wanderwegs soll in Kürze Nudisten vorbehalten sein.
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Eine Situation wie diese könnte sich künftig auf dem Körler Steig abspielen. Ein Teil des beliebten Wanderwegs soll in Kürze Nudisten vorbehalten sein.

Der ein oder andere wird es vermutet haben, bei diesem Artikel handelt es sich um einen Aprilscherz. Die Idee dazu hatte Körles Bürgermeister Mario Gerhold. „Die Idee für den Nacktwander-Aprilscherz entstand eigentlich schon im Jahr 2019 bei einer Wanderung mit Freunden. Dort erzählte jemand vom Nacktwanderweg im Harz“, sagt der Bürgermeister. In diesem Jahr wandte er sich damit an die HNA. Wir haben die Idee gern aufgegriffen und den ein oder anderen Leser damit hoffentlich zum Schmunzeln gebracht.

Körle - Was im Harz ein Renner ist, soll sich auch in Körle etablieren: Nacktwandern. Die Gemeinde will einen Teil des Wanderwegs Körler Steig in einen Nudisten-Weg umwandeln. Die Vorarbeiten sind bereits in vollem Gange, berichtet Körles Bürgermeister Mario Gerhold. Im Mai, wenn es etwas wärmer ist, soll der Weg eröffnet werden. Der etwa fünf Kilometer lange FKK-Abschnitt startet unweit des Mittelfeldweges in Empfershausen und endet an der Kreuzung Lahmpatschenweg/Zum Forst. „Wir haben extra einen Abschnitt gewählt, der etwas abseits liegt“, sagt Gerhold.

Bekleidete Wanderer, die ebenfalls auf der Strecke unterwegs sind, werden mit Schildern auf den neuen FKK-Abschnitt aufmerksam gemacht. „Wir wollen, dass die Leute vorgewarnt sind, und dass es nicht zu peinlichen Begegnungen kommt.“ Die Schilder mit der Aufschrift „Willst du keinen Nackten sehen, darfst du hier nicht weitergehen“ hat die Gemeinde extra anfertigen lassen. Sie sollen im Laufe des Aprils geliefert werden, sagt Gerhold, der selbst gerne wandert – bisher jedoch stets bekleidet. „Bekleidete Wanderer dürfen den Weg natürlich auch noch benutzen, das wollen wir nicht verbieten. Uns wäre es allerdings lieber, wenn die Nackten unter sich sein könnten“, sagt der Rathaus-Chef.

„Bekleidete Wanderer bitten wir, an dieser Stelle möglichst umzukehren.“ Aber sobald man am Start des FKK-Abschnitts angekommen sei, könne man ja auch noch spontan die Kleidung ausziehen und weitergehen. „Vielleicht entdeckt der ein oder andere ja das Nacktwandern für sich.“ Wichtig sei allerdings, dass die Anreise zum Startpunkt und auch die Abreise bekleidet erfolgen müssen, sagt Gerhold. „Es geht nicht, dass die Wanderer nur mit Maske über Mund und Nase in der Regiotram nach Körle fahren oder gar nackig durchs Dorf laufen.“ Auf dem Weg selbst sollen außer Wanderschuhen maximal kniehohe Strümpfe getragen werden.

Seit der Coronapandemie habe der Betrieb auf dem Körler Steig noch einmal ordentlich Fahrt aufgenommen. „Diesen Zeitpunkt wollen wir nun nutzen, um die Zielgruppe zu erweitern.“ Denn viele Wanderer sehnten sich nach Ursprünglichkeit und Freiheit. Das Naturerlebnis sei unbekleidet noch viel intensiver, weiß Gerhold. Der FKK Club Nordhessen ist begeistert vom neuen Angebot in Körle. „In Deutschland ist dies der zweite Nacktwanderweg, nachdem im Harz schon 2008 ein solcher Weg eröffnet wurde“, heißt es von Seiten des Vereinsvorstands. Damit die Nudisten die Strecke ohne Blessuren überstehen, hat der Bauhof bereits einiges an Vorarbeit geleistet, berichtet Gerhold. „Unsere Leute haben besonders darauf geachtet, dass keine Brennnesseln und Dornenbüsche in den Weg hängen, weil die FKK-Wanderer bei sowas ja sehr empflindlich sind.“ Vor der Eröffnung im Mai wird ein Bauhofmitarbeiter die Strecke noch einmal nackt abgehen, um sicherzugehen, dass auch wirklich keine Verletzungsgefahr besteht. (Carolin Hartung)

Schilder mit dieser Aufschrift werden künftig auf den FKK-Abschnitts des Körler Steigs hinweisen. Die Gemeinde hat sich an den Schildern orientiert, die auf dem FKK-Wanderweg im Harz hängen.

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