Körle

Platz machen für die neue Brücke: Abbrucharbeiten in Wagenfurth sind jetzt voll im Gange

Auf der Baustelle in Wagenfurth: von links Werner Kolb von Hessen Mobil und Lukas Benkner von Bickhardt Bau.
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Auf der Baustelle in Wagenfurth: von links Werner Kolb von Hessen Mobil und Lukas Benkner von Bickhardt Bau.

Wer mit dem Auto nach Wagenfurth möchte, muss derzeit den Weg über Grebenau nehmen. Die direkte Route über die Fulda ist nicht möglich, der Abriss der alten Brücke hat begonnen.

Wagenfurth – Schon seit einigen Jahren war ihre Traglast auf zwölf Tonnen beschränkt, Frost und Streusalz hatten den Stahlbeton angegriffen. Nun soll ein Neubau entstehen.

Geplant ist eine Brücke mit einer Fahrbahn von 4,5 Meter Breite, dazu kommt ein kombinierter Fuß-/Radweg.

Bauträger ist der Schwalm-Eder-Kreis. Die Baukosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro werden vom Land Hessen mit 60 Prozent bezuschusst.

Nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens und der Auftragsvergabe begannen im September die ersten Vorbereitungsarbeiten und Anfang Oktober starteten die Abrissarbeiten.

Das anfallende Abbruchmaterial wird dabei schon vor Ort in die Fraktionen Stahlschrott, Beton, Natur- und Sandstein getrennt.

„Wir haben hier sehr schlechten Baugrund, nicht nur die Unterbauten der Brücke, auch der Kran zum Einsetzen der Brückenträger muss auf Bohrpfähle gegründet werden“, sagt Werner Kolb, zuständig bei der Verkehrsbehörde Hessen Mobil für den Neubau.

Das hatte eine Bodenanalyse im Vorfeld ergeben.

Im November sollen die Pfähle aus Stahlbeton in den Untergrund am Fuldaufer eingebracht werden. Ab Dezember sind der Aushub der Baugrube und der Aufbau von Widerlagern und Pfeilern geplant.

Im Anschluss daran erfolgt das Einsetzen von neun vorgefertigten Spannbetonteilen. „Der Verlauf der Bauarbeiten ist natürlich wetterabhängig. Unser Ziel ist es, die Brückenträger im Frühsommer zu montieren“, sagt Lukas Benkner Projektleiter beim Generalunternehmen Bickhardt Bau, zum Terminplan.

Die Umleitung über Grebenau laufe „reibungslos“, sagt Körles Bürgermeister Mario Gerhold. Beschwerden seien beim Ordnungsamt nicht eingegangen, auch nicht von Radfahrern, die die längste Umleitungsstrecke in Kauf nehmen müssen.

Ab August kommenden Jahres soll die neue Wagenfurther Brücke befahrbar sein. (Rolf Färber)

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