Im August soll alles fertig sein

Richtfest: Rohbau des neuen U3-Gebäudes in Körle ist fertig

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Der Rohbau steht: (von links) Bauleiter Horst Best vom Büro Rüttger und Bürgermeister Mario Gerhold auf der Baustelle für den U3-Neubau in der Körler Ortsmitte.

Körle. Der milde Winter hat zumindest einen Vorteil: Die Arbeiten am Neubau für U3-Betreuung in Körle gehen gut voran.

Obwohl sie später begonnen hatten als geplant, nämlich im Oktober 2014, sollen sie - wie ursprünglich vorgesehen - zum Ende der Sommerferien 2015 abgeschlossen werden, erklärt Bürgermeister Mario Gerhold. „Im Moment gehen wir davon aus, dass im August alles fertig ist“, sagt er.

Der Rohbau mit zwei Stockwerken steht schon. „Als nächstes kommt die Dacheindeckung, dann die Fenster“, kündigt Bauleiter Horst Best vom Büro Rüttger an.

550 Quadratmeter Fläche hat das Gebäude insgesamt - das Untergeschoss ist mit 350 Quadratmetern das Größere. Dort sollen zwei Kita-Gruppen für Kinder unter drei Jahren untergebracht werden. „Ursprünglich wollten wir die Kita zweigeschossig anlegen, aber davon hat das Jugendamt abgeraten“, sagt Gerhold.

Deshalb wurde das Untergeschoss sehr geräumig gebaut, schließlich müssen dort neben den Gruppenräumen auch Schlaf- und Waschräume, ein Sozialraum und ein Büro für die Kita-Leitung Platz finden. Um künftig auch eine andere Raumaufteilung zu ermöglichen, werden im Gebäude keine massiven Wände gebaut, die die Zimmer unterteilen, sondern lediglich Leichtbauwände eingesetzt. Außerdem wird es ein Außengelände mit Spielplatz geben. „Kinder gehören zum Ort dazu, deshalb finde ich es gut, dass die U3-Betreuung künftig in der Ortsmitte angesiedelt ist“, sagt Gerhold. Bis zu 24 Betreuungsplätze sollen im neuen Gebäude angeboten werden. Bislang gibt es in der Kita Pfiffikus fünf Plätze - diese ziehen dann in das neue Gebäude um. Die private Kindergarten-Gruppe „Kleine Strolche“, die derzeit zehn U3-Betreuungsplätze anbietet, soll erhalten bleiben.

In das Obergeschoss soll im Sommer 2016 die Gemeinschafts-Hausarztpraxis einziehen, die derzeit ihren Sitz an der Guxhagener Straße hat. Für Dr. Diedrich Senske, der 2016 in den Ruhestand gehen will, sei inzwischen ein Nachfolger gefunden worden, sagt Gerhold - es steht also fest, dass die Gemeinschaftspraxis weiterbestehen kann. Ein barrierefreier Zugang wird durch einen Fahrstuhl ermöglicht.

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf insgesamt 1,12 Millionen Euro. Davon entfallen 820.000 Euro auf das Untergeschoss für die Kita. Der Ausbau der U3-Betreuung wird vom Bund gefördert: Die Gemeinde Körle erhält dafür 300.000 Euro, die restliche Summe muss die Gemeinde selbst aufbringen. In den Ausbau des Obergeschosses für die Arztpraxis investiert die Gemeinde 300.000 Euro, erhofft sich aber dafür Einnahmen, wenn die Räume ab 2016 an die Arztpraxis vermietet werden.

• Das Richtfest wird am Freitag, 23. Januar ab 15 Uhr auf der Baustelle gefeiert. Es gibt heiße Getränke und Essen vom Grill.

Von Judith Féaux de Lacroix

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