Quadratmeter-Preise bis zu 160 Euro

Startschuss im Körler Riesenrain fällt Ende August

Bauland für junge Familien: Das neue Baugebiet Mühlenfeld/Riesenrain von der Straße „Am Sportplatz“ aus gesehen.
+
Bauland für junge Familien: Das neue Baugebiet Mühlenfeld/Riesenrain von der Straße „Am Sportplatz“ aus gesehen.

Körle – Rund 90 Bauinteressenten stehen nach Angaben von Körles Bürgermeister Mario Gerhold aktuell auf der Warteliste, einige seit Jahren. Ihre Geduld wird nun belohnt: Ende August soll die Erschließung des neuen Baugebiets Mühlenfeld/Riesenrain unweit des Körler Sportplatzes beginnen.

35 Bauplätze und ein weiteres Areal in der Mitte des Baugebiets sollen entstehen. Dafür investiert die Gemeinde 3,3 Millionen Euro. Die Käufer müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch beim Verkauf von Grundstücken im Kitzwinkel (im ersten Bauabschnitt kostete der Quadratmeter 88 Euro): Die Gemeindevertretung beschloss während ihrer jüngsten Sitzung einstimmig, den Quadratmeterpreis auf 135 Euro des dann voll erschlossenen Baulands festzusetzen. Ein Teil des Baugebiets, auf dem eine dichtere Bebauung möglich sein wird, soll für 160 Euro pro Quadratmeter vermarktet werden.

Das Gremium beschloss außerdem, die Erschließungsstraße Am Sportplatz und die künftige Ringstraße im Baugebiet „Riesenrain“ zu benennen. Der Gemeindevorstand hat die Firma Emmeluth mit der Erschließung des Gebiets nach einem Ausschreibungsverfahren beauftragt. In der zweiten Augusthälfte würden Bauinteressenten zu einem Informationsabend eingeladen, kündigte Gerhold an. Bis zum Frühjahr 2021 könnten die Baugrundstücke dann übergeben werden, schätzt er. Im Kaufpreis hat die Gemeinde einen Sicherheitspuffer von zehn Prozent für unvorhergesehene Mehrkosten kalkuliert.

Man wolle mit dem Verkauf keinen Gewinn machen, wurde vonseiten der SPD betont. „Wir hätten uns einen niedrigeren Preis gewünscht“, sagte CDU-Fraktionschef Michael Greiner. Die Erschließungskosten seien hoch. Aber wichtiger sei, dass es noch dieses Jahr losgehe. Er empfahl, den Käufern eine Pflicht zum Bauen und ein Verbot eines Wiederverkaufs aufzuerlegen. Außerdem solle die Gemeinde nun die Ausweisung eines Baugebiets in Empfershausen prüfen.

Trotz der Corona-Krise bezeichnete der Verwaltungschef die aktuelle Haushaltslage als „heiter bis wolkig“. Positiv sei, dass man den für das laufende Jahr vorgesehenen Kreditrahmen bei weitem noch nicht ausgeschöpft, gleichzeitig rund 133 000 Euro alter Kredite getilgt habe und keine Liquiditätskredite in Anspruch nehme. Die Hoffnung sei, dass der allgemein prognostizierte Rückgang der Anteile an der Einkommenssteuer und der Gewerbesteuer Körle nicht so schwer treffe, erklärte Gerhold. Allerdings werde die Pro-Kopf-Verschuldung – auch bedingt durch die Investition in das neue Baugebiet – von 1914 Euro in 2019 auf 2674 Euro steigen. Damit liege Körle im guten Mittelfeld vergleichbarer Gemeinden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.