Nach Brand 

Der Turm bleibt stehen: Windrad in Körle abgebaut

Das ausgebrannte Windrad in Körle wird abgebaut. Das Foto entstand am Mittwochvormittag. Mittlerweile steht nur noch der Turm. 
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Das ausgebrannte Windrad in Körle wird abgebaut. Das Foto entstand am Mittwochvormittag. Mittlerweile steht nur noch der Turm. 

Darauf haben viele gewartet: Das ausgebrannte Windrad auf dem Körler Berg wird derzeit abgebaut

Am Mittwochnachmittag waren Maschinenhaus und Rotorblätter bereits demontiert. Die Betreiberfirma Eurowind geht davon aus, dass die Arbeiten bis zum Ende dieser Woche abgeschlossen sein werden, sodass auch die Landstraße zwischen Albshausen und Körle wieder freigegeben werden kann. Am 15. Februar hatte die Windkraftanlage gebrannt. Weil Teile der Rotorblätter herabzustürzen drohten, mussten die Straße und die angrenzenden Felder aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

Abgebaut wurde mithilfe eines Spezialkrans das Maschinenhaus. Rotor und Rotorblätter wurden demontiert. Stehen bleiben wird der 90 Meter hohe Turm, sagt Benjamin Schmitt von Eurowind. Sollte der Betreiber eine baugleiche Anlage auftreiben können, dann darf diese Technik auf dem vorhandenen Turm verbaut werden. Die Anlage würde also wieder in Gang gesetzt. Wann und ob dies aber möglich ist, darüber kann der Betreiber noch keine Aussage treffen, denn: „Wir haben noch keine Ersatzanlage gefunden. Wir brauchen eine baugleiche Gebrauchtanlage.“ Nicht möglich ist allerdings ein sogenanntes Repowering, also „ein größeres, modernes Windrad aufzustellen“, sagt Schmitt. „Das ist im aktuellen Regionalplan nicht vorgesehen.“ Etwa zehn Mitarbeiter seien derzeit mit den Abbauarbeiten beschäftigt. In den vergangenen Tagen liefen bereits die Vorarbeiten. „Zuerst wird mithilfe eines Hilfskranes der Hauptkran aufgebaut. Parallel dazu beginnen Monteure mit vorbereitenden Maßnahmen. Kabel abklemmen, den Rotor in Position bringen. Drehgetriebe demontieren, Verbindungen in der Nabe abbauen“, erklärt Schmitt. Gestern wurden dann nur noch die Bolzenverbindungen zwischen Rotor und Hauptwelle gelöst und der Rotor heruntergelassen. Die Blätter werden erst am Boden demontiert. Das Maschinenhaus komme ganz zum Schluss an den Haken, wird vom Turm getrennt und herabgelassen, erklärt Schmitt. Die abgebauten Teile werden anschließend entsorgt und verwertet.

Schwierigkeiten sieht Schmitt bei den Arbeiten keine. Lediglich zu starker Wind könnte die Arbeiten verzögern. Denn bei Windgeschwindigkeiten ab sechs bis sieben Meter pro Sekunde könne der Kran nicht mehr arbeiten. Die Abbauarbeiten hatten sich mehrmals verzögert, unter anderem deshalb, weil der Kran nicht sofort verfügbar gewesen sei. Auch die Pandemie habe die Arbeiten verzögert.

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