Dr. Dieter Vaupel und Gregor Garbas radelten nach Dresden

In einem Rutsch von Körle nach Dresden: Dr. Dieter Vaupel und Gregor Garbas fuhren 363 Kilometer mit dem Rad

Dr. Dieter Vaupel aus Obervorschütz und Gregor Garbas aus Körle vor der Frauenkirche in Dresden.
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Sie fuhren in einem Rutsch von Körle nach Dresden: Dr. Dieter Vaupel aus Obervorschütz und Gregor Garbas aus Körle vor der Frauenkirche in Dresden.

Die beiden hatten sich mit der Tour nach Dresden „etwas ganz besonderes Verrücktes” vorgenommen und sind nun stolz darauf, dass alles so gut geklappt hat: Dr. Dieter Vaupel (70) aus Obervorschütz und Gregor Garbas (46) aus Körle haben an einem einzigen Tag mit dem Rad eine Hammerstrecke zurückgelegt: In zwölfeinhalb Stunden legten sie 363,4 Kilometer von Nordhessen bis nach Dresden zurück.

Dieter Vaupel, ehemaliger Lehrer und Leiter der Felsberger Drei-Burgen-Schule, gehört der Radsportabteilung der Melsunger Turngemeinde an, er fährt seit über 40 Jahren Rennrad. Gregor Garbas ist Geschäftsführer in der IT-Branche, Mitglied des RSC Fuldabrück und seit 2008 mit dem Rennrad auf Achse.

Beide haben mit dem Rennrad schon an internationalen Rennen wie dem Ötztaler Radmarathon, dem Drei-Länder-Giro mit dem Stilfser Joch als höchstem Alpenpass und an Radmarathons teilgenommen. Vaupel ist pro Jahr zwischen 10 000 und 15 000 Kilometer per Rad unterwegs. Garbas zwischen 8000 und 13 000 Kilometer im Jahr.

Etwas Neues musste her

Coronabedingt fallen alle Rennen, an denen die beiden gern teilgenommen haben, aus. „Da muss man sich so wie bei der Dresden-Tour etwas Neues einfallen lassen”, sagt Vaupel. „Es war eine tolle Sache und tolle Strecke”, freuen sich beide Sportler. Sie verstanden sich blendend, motivierten sich gegenseitig und lenkten sich von den Strapazen ab.

Die Idee mit der Dresden-Tour hatte Gregor Garbas, der auch die Strecke plante. Vaupel sagte spontan zu: „Eine solche Herausforderung kam mir gerade recht.”

Nach dem Start um 5 Uhr in Körle legten sie in Nordhausen die erste Pause ein. Das Wichtigste: Wasser tanken. „Beim Radfahren über lange Strecken heißt es immer wieder trinken, trinken trinken, um nicht zu dehydrieren und dann einzubrechen”, betont Vaupel. Am Ende der Tour waren es für jeden mehr als zehn Drei-Viertel-Liter-Flaschen. Hinzu kamen Energieriegel. Der Kalorienverbrauch lag am Ende jeweils bei 9000 Kalorien.

Nach den Stationen Halle und Leipzig wurde es hammerhart, wie es Vaupel formuliert: „Das hügelige Gelände zog die Kraft aus unseren strapazierten Beinen.”

Wir wurden auf nette Art und Weise versorgt

Dr. Dieter Vaupel

Zwischendurch wurde es eng: Die Wasservorräte waren aufgebraucht, weit und breit gab es keine Tankstelle. In einem kleinen Dorf fragten sie nach Wasser. „Wir wurden auf nette Art und Weise versorgt”, erzählt Vaupel.

Als die beiden ins Elbetal rollten, stieg die Stimmung. „Wir mobilisierten die letzten Kräfte: was für ein wunderbares Gefühl, als wir die Silhouette der Dresdener Altstadt von Weitem sahen – wir waren am Ziel.” Viele der Menschen, denen sie unterwegs begegneten, hätten nicht glauben können, dass die beiden Nordhessen eine so lange Strecke mit dem Rad unterwegs waren – an einem einzigen Tag.

Nächstes Ziel sind die Pyrenäen

Nach solch einem tollen Erlebnis waren sich die beiden Sportsfreunde einig, weitere Touren zusammen zu unternehmen. Dieter Vaupel hat keine lange Pause: Für ihn steht ab nächstem Donnerstag, 16. Juli, die Überquerung der Pyrenäen auf dem Programm – sieben Tage, 800 Kilometer, 1800 Höhenmeter.

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