Schließung im Juli 

Zurück mit neuem Konzept: Fleischerei Wilke in Körle öffnet wieder

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Ist optimistisch, dass die neue Idee gut ankommt: Karlheinz Wilke. Am 19. November wird die Körler Fleischerei mit einem SB-Konzept wieder eröffnen.   

Ende Juli dieses Jahres schloss die Traditionsfleischerei Wilke in Körle ihre Türen – eigentlich für immer, hieß es.

Doch nun soll es doch weitergehen. Mit neuem Konzept und weniger Mitarbeitern, aber mit selbstgemachten Wurst- und Fleischprodukten. Am 19. November öffnet Wilke wieder.

Die Entscheidung, das Geschäft als Selbstbedienungsladen weiterzuführen, sei erst in der Pause über den Sommer entstanden, sagt Karlheinz Wilke. „Wenn sich ein Fleischermeister gefunden hätte, der das Geschäft mit mir zusammen betreibt, hätte ich auch weitergemacht“, sagt Wilke. „Auf jeden Fall musste eine Lösung für die dauerhafte Personalnot her. Am Ende blieb immer alles an uns hängen, das wollten wir so auf keinen Fall mehr.“

Eine Alternative wäre eine Verpachtung gewesen

Aber weder ein Nachfolger noch jemand, der das Geschäft mit Wilke gemeinsam weiterführen wollte, habe sich gefunden. „Deswegen versuchen wir es nun mit der neuen Idee.“ Auch die Nachfrage der ehemaligen Kunden, wo sie denn nun die Körler Wurst kaufen können, hätten zur Entscheidung, den Laden weiter zu betreiben, beigetragen, sagt Geschäftsführerin Beate Abel.

Künftig werden bei Wilke neben Beate Abel zwei Mitarbeiterinnen im Verkauf arbeiten

Eine Vollzeitkraft, die bereits bei Wilke beschäftigt war und eine weitere volle Kraft, die neu eingestellt wird. Drei ehemaligen Verkäuferinnen habe man einen Job angeboten, sagt Karlheinz Wilke, diese hätten jedoch abgelehnt, weil sie eine andere Arbeit gefunden hätten, beziehungsweise wollten nur in Teilzeit arbeiten.

Während der Öffnungszeiten werden zwei Verkäuferinnen die Kunden betreuen. Eine an der Kasse, eine an der Bedienungstheke. Die meisten Produkte wird es zwar abgepackt als SB-Ware geben, aber Ahle Wurscht, Gehacktes und Bratwurst werden weiterhin gewogen und von einer Verkäuferin herausgegeben, sagt Wilke. Von den hausgemachten Produkten sollen die Kunden nichts vermissen. Weckewerk, Eiersalat, Fleischsalat, Bolognese und Gulasch wird es neben vielen weiteren Wilke-Produkten geben. Auch frische und geräucherte Forellen aus eigener Zucht sollen angeboten werden.

Frischfleisch wird es nicht mehr geben - dafür hausgemachte Highlights

Zum Sortiment werden auch Kartoffeln und Honig aus Körle gehören und Eierprodukte von Sonnenei. Frischfleisch wird es hingegen nicht mehr geben, sagt Wilke. „Wir setzen auf unsere hausgemachten Highlights, auf das, wo unsere Kunden ohnehin immer Wert gelegt haben.“ Schweinefilet gebe es mittlerweile für 6,99 Euro das Kilo im Discounter. „Bei solchen Preisen kann ich ohnehin nicht mithalten.“

Nach wie vor bereitet Wilke und Abel aber die Parkplatzsituation in der Ortsmitte Sorgen. Die sieben Parkplätze, die Wilke gehören, würden beispielsweise auch oft von Besuchern der Arztpraxis genutzt. „Wir müssen wirklich gucken, wie sich das entwickelt“, sagt Wilke. Denn ohne Parkplätze funktioniere auch das neue Konzept nicht. „Wir müssen kosteneinsparend arbeiten und vielleicht auch einen Internetverkauf langsam aufbauen.“ Von Dienstag bis Samstag wird die Fleischerei von 8 bis 13 Uhr geöffnet sein. „Den Montag brauche ich für die Produktion“, sagt Wilke.

Für den kleinen Laden nebenan, den der Schwälmer Brotladen bis vergangene Woche gepachtet hatte, hat Wilke noch keinen Nachmieter. Dabei habe er schon zahlreiche Gespräche geführt. „Aber man kriegt den Laden einfach nicht los.“

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Kommentare

Daniel MüllerAntwort
(0)(0)

Schon. :-)

Richtigstellung !Antwort
(1)(0)

Tut das nicht schon weh ?

motzzzAntwort
(1)(1)

Was soll witzig daran sein, dass einem regionalen Betrieb wegen Namens-gleichheit die gleichen Machenschaften unterstellt werden wie einem zu Recht geschlossenen Betrieb?

Kommentare

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