Impfzentren

Kreis plant Hilfe beim Impfen: Zentrum in Fritzlar wird trotz Bedarfs Montag abgebaut

 Mediziner wie der Ärztliche Direktor der Asklepios Schwalm-Eder-Kliniken fordern eindringlich die 3. Coronaschutzimpfung. Stattdessen werden im Landkreis und bundesweit Impfangebote zurückgefahren. 
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Mediziner wie der Ärztliche Direktor der Asklepios Schwalm-Eder-Kliniken fordern eindringlich die 3. Coronaschutzimpfung. Stattdessen werden im Landkreis und bundesweit Impfangebote zurückgefahren. 

Die 7-Tage-Inzidenz bei den Neuansteckungen ist gestern im Landkreis auf über 100 gestiegen. Die vierte Coronawelle rollt über Deutschland hinweg.

Schwalm-Eder – Mediziner wie der Ärztliche Direktor der Asklepios Schwalm-Eder-Kliniken fordern eindringlich die 3. Coronaschutzimpfung.

Stattdessen werden im Landkreis und bundesweit Impfangebote zurückgefahren. Auch das Impfzentrum im Schwalm-Eder-Kreis ist definitiv Geschichte: Eine Wiedereröffnung des Impfzentrums in bekannten Umfang werde in Fritzlar nicht möglich sein. Das Zelt sei leer und werde ab Montag abgebaut, teilt die Kreisverwaltung auf Nachfrage mit. Allerdings sind die niedergelassenen Ärzte am Limit oder ausgebucht, wie der Fall einer Leserin belegt: Christiane Rehn wollte einen Termin für die Boosterimpfung ihrer Mutter beim Schwalm-Eder-Kreis vereinbaren.

Landkreis plant Entlastung der Hausärzte

Die Antwort der Kreisverwaltung lautete, dass es keine Angebote gebe. Zuständig seien die Hausärzte. Von dem der Mutter gab es zwar die Aussicht auf einen Termin, jedoch erst in etwa vier Monaten – frühestens Ende Februar.

Offenbar plant der Landkreis daher eine Entlastung der Hausärzte: Gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten sei eine Impf-Allianz verabredet worden, die zeitnah aufgebaut werden soll. Durch diese solle das bestehende Impfangebot erweitert, die Impfkampagne vorangetrieben und in den Praxen, für Entlastung gesorgt werden.

Ein weiteres Impfangebot an die Menschen im Schwalm-Eder-Kreis sei notwendig. Rechtlich sei es möglich, in Abstimmung mit der Ärzteschaft Impfangebote machen zu können, heißt es dazu von der Kreisverwaltung. „Aktuell befinden wir uns noch in der Planung, bitten aber um Verständnis, dass wir noch keine konkreten Aussagen machen können“, heißt es von einem Kreissprecher.

Eventuell auch Impfbus im Einsatz

Unterstützung könnte es auch von der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen geben. Dort gebe es beispielsweise einen Impfbus mit Personal, der sei allerdings noch nie angefragt worden, sagt KV-Sprecher Karl Matthias Roth. Die Schließung der Impfzentren sei richtig gewesen, sagt Roth.

Im Sommer seien diese leer gewesen und hätten auch im Stand by hohe Kosten verursacht. Eine Impfung in einem Impfzentrum sei außerdem mit bis zu 130 Euro abgerechnet worden, beim Hausarzt hingegen nur mit 20 Euro je Impfung. (Damai D. Dewert)

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