Ein Kunstwerk zieht um: Dorftheater steht künftig in Nausis

Schönes Kunstwerk, nur für Pfieffe zu teuer: Ortsvorsteher Volker Jakob an der Arbeit Dorftheater von Jürgen Raiber. Foto: Grugel

Nausis/Pfieffe. Das Kunstwerk Dorftheater von Jürgen Raiber soll von Pfieffe nach Nausis umziehen und dort an einem Teilstück der Ars-Natura-Wanderroute stehen.

Auf der Metzebacher Höhe des Kunstpfades Ars Natura: Die Arbeit Neues Dorfkino mit Sandrino Sandinista Sander ist ebenfalls auf der Kleinen Runde zu sehen, auf der künftig auch das Werk Dorftheater stehen wird. Archivfoto: De Filippo

Drei Wochen hat der aus dem sächsischen Dorf Mölbis stammende Künstler Jürgen Raiber in Pfieffe seine Arbeit Dorftheater hergestellt. Nun soll das Kunstwerk nach Nausis transportiert werden. Hintergrund: Pfieffe will den Preis für das Kunstwerk nicht komplett zahlen.

Der Pfieffer Volker Jakob hatte die Arbeit selbst angestoßen. Anlässlich der 975-Jahr-Feier vor zwei Jahren hatte der Ortsvorsteher einen Eichenstamm für das Kunstwerk ins Spiel gebracht. In Absprache mit der Spangenberger Ars-Natura-Stiftung schälte dann der Künstler Jürgen Raiber bei einem mehrwöchigen Aufenthalt im Dorf mit einer Kettensäge Figuren und Bänke aus dem Stamm. Für das Kunstwerk überwies die Ars-Natura-Stiftung laut ihrem künstlerischen Leiter Sandrino Sandinista Sander 3000 Euro an den Künstler aus dem Landkreis Leipzig.

So viel Geld wollte Pfieffe nicht zahlen. So schön das Kunstwerk auch ist, erklärte Jakob, die Pfieffer seien Realisten. Zunächst müssten Wohnung, Heizung, Essen, Kleidung und Auto bezahlt werden. Danach erst komme die Kunst.

„Man kann Kunst nicht einfach so umsonst abgreifen“, sagt Sander. Deshalb werde die Ars-Natura-Stiftung die Arbeit Dorftheater ins Konzept für ihren Kunstwanderpfad aufnehmen. Standort werde künftig Nausis sein.

Dort baut die Dorfgemeinschaft derzeit in Eigenleistung eine Wanderscheune aus. Sie ist laut Ortsvorsteher Werner Kressel Teil einer neuen Kleinen Runde des Kunstpfades: Die Schleife ist etwa 2,5 Kilometer lang und führt von der Wanderscheune zur Metzebacher Höhe und wieder zurück. An der Scheune soll es für Wanderer unter anderem Toiletten und einen Spielplatz geben.

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