Das Orpheus-Theater glänzte bei der Gala mit einem gelungenen Potpourri aus bekannten Operetten und Musicals

Ein Leckerbissen nach dem anderen

Wabern. Sie hatten Visionen und haben sie realisiert: Adolph Brune, Tenor aus Düsseldorf, der 1997 das Orpheus-Theater gründete und damit seinen Jugendtraum erfüllte, und die drei Vorsitzenden der SG Niedermöllrich/Rhünda, Arno Herbold, Henner Münzberg und Dirk Gerhold, die ihren Mitbürgern mit der Verpflichtung des Orpheus-Theater ein Stück Kulturgut präsentieren wollten.

Die Umsetzung dieser Träume ist gelungen: In der Mehrzweckhalle Wabern präsentierten die acht Künstlerinnen und Künstler des Orpheus-Theaters Operette einmal ganz anders.

In Originalkostümen

An Stelle der üblichen Inszenierung eines ganzen Werkes sangen und spielten sie in Originalkostümen die Höhepunkte der bekanntesten und beliebtesten Operetten.

Adolph Brune übernahm die Moderation und die Künstler, alle mit internationaler Bühnenerfahrung, wurden von Gerhart Roscher am Flügel begleitet. Roscher bewies mit seinem Spiel, warum er schon an großen deutschen Bühnen engagiert war (Semper-Oper Dresden, Staatstheater am Gärtnerplatz München, Deutsche Oper Düsseldorf).

Die Sopranistin Polly Olszak und alle anderen eröffneten mit „Frutti di mare“ aus „Eine Nacht in Venedig“, von Johann Strauss den Abend. Ersten großen Beifall erhielt die Koreanerin Maria Ryu für das Viljalied aus der „Lustigen Witwe“ von Franz Lehar. Lieder aus „My fair Lady“, der „Fledermaus“ und dem „Phantom der Oper“ folgten. Maria Ryu eröffnete mit dem Lied „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ von Robert Stolz den zweiten Teil des Abends. Mit Liedern aus dem „Zigeunerbaron“ (Wolfgang Krupp), der „Maske in Blau“ (Polly Olszak, Dieter Schmitz und Wolfgang Krupp), „Hoffmanns Erzählungen“ (Elena Puszta), „Gräfin Mariza“ bis hin zum Lied „Ja, das Studium der Weiber ist schwer“ endete ein Musikabend, der die über 200 Zuhörer begeisterte.

Der langanhaltende Beifall wurde von den Künstlern mit Zugaben belohnt. Mit Blumensträußen bedankten sich die Organisatoren bei den Künstlern. Das Orpheus-Theater zeigte, dass man nicht mit langatmigen Dialogen, sondern mit einem Leckerbissen nach dem anderen das Publikum gut unterhält. Und den Machern von der SG sollte der Erfolg Mut machen für weitere Events. (nh)

Von Peter Büchling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.