Schwalm-Eder-Kreis

Lesebrillen, Masken und Schokolade: In den Wahllokalen im Schwalm-Eder-Kreis war viel los

In der Mehrzweckhalle in Wabern wurde gewählt: Die Wahlhelferinnen (von links) Coco Römer, Jana Vervejn und Nadja Keim übernahmen die zweite Schicht am Wahlsonntag.
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In der Mehrzweckhalle in Wabern wurde gewählt: Die Wahlhelferinnen (von links) Coco Römer, Jana Vervejn und Nadja Keim übernahmen die zweite Schicht am Wahlsonntag.

In den Wahllokalen im Schwalm-Eder-Kreis waren sich am Wahlabend alle einig: „Es war mehr los als erwartet.“ Trotz des hohen Briefwahl-Anteils hatten die Wahlhelfer alle Hände voll zu tun.

Schwalm-Eder – Gemütlich zusammensitzen, ein Pläuschchen halten und Kaffee trinken war da nicht wirklich drin. Stattdessen waren die Helfer eifrig am Stimmzettel-Ausgeben, Namen-Abhaken und Desinfizieren.

Ins Wahllokal zu gehen, gehört für viele Menschen einfach zu einem Wahlsonntag dazu. So auch für Renate und Heinz Buchholz aus Wabern. „Da kommt man mal raus und trifft ein paar Leute“, sagte das Ehepaar und lachte.

Per Brief wollten sie deswegen nicht wählen. „Wir verbinden das auch mit einem kleinen Spaziergang“, sagte die Rentnerin.

Insgesamt war Wahlhelfer Reiner Momberg sehr zufrieden im Wahllokal der Mehrzweckhalle in Wabern. „Die Wahlbeteiligung ist wirklich sehr gut. Etwa 30 Prozent aller Wahlberechtigten hatten schon am frühen Nachmittag ihre Stimme abgegeben.

Die Briefwähler kommen noch hinzu“, sagte er.

Auch im Wahllokal in Frielendorf war es ein ständiges Kommen und Gehen. Um die Mittagszeit bildeten sich sogar kleine Warteschlangen vor dem Eingang des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses.

„Wir sind noch nicht so lang im Dienst, aber uns ist schon gut warm“, sagte Claudia Rebmann und lachte. Sie half in der zweiten Schicht von 13 bis 18 Uhr sowie anschließend beim Auszählen der Stimmen mit.

Zum Glück sorgte die Gemeinde für Nervennahrung für die eifrigen Helfer: Schokolade lag an den Plätzen der Wahlhelfer bereit.

Und auch für das Wohl der Wähler war in Frielendorf gesorgt: Neben medizinischen Masken gab es im Wahllokal auch Lesebrillen für die vergesslichen Mitbürger.

Hohe Wahlbeteiligung: Im Wahllokal der Drei-Burgen-Schule in Felsberg war den gesamten Tag über viel los, sagen die Wahlhelfer.

In Frielendorf sorgte sogar ein zusätzlich eingesetzter Wahlhelfer für die Einhaltung der Hygienevorschriften. „Ich desinfiziere die benutzten Stifte und die Wahlkabinen“, sagte Christian Simon.

Die Stadt Felsberg hat sich eine andere Lösung einfallen lassen. „Jeder Wähler darf nach der Stimmabgabe den Kugelschreiber mit nach Hause nehmen“, sagte Michael Glut, der Wahlhelfer in der Drei-Burgen-Schule war.

Die Wähler freuten sich über das kleine Präsent. Gegen 16 Uhr lag dort die Wahlbeteiligung bereits bei 70 Prozent, wie Wahlhelfer Michael Maaß sagte.

Knapp 30 Prozent wählten im Wahllokal und etwa 40 Prozent hatten bereits vor dem Wahlsonntag als Briefwähler ihre Stimme abgegeben.

Die Besucher des Wahllokals hätten sich gut über den Tag verteilt, sagte das Wahlhelfer-Team, mittlerweile seien sie dennoch sehr geschafft und freuten sich auf den Feierabend nach der Stimmenauszählung. Dafür stünden schon zwei Flaschen Sekt bereit.

„Wir feiern uns, wenn der Tag rum ist“, sagte Helferin Martina Maaß und lachte. (Anna Weyh)

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