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Lobenhausen baut Scheune zu Raststation um

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Diese Scheune in Lobenhausen soll schon bald zu einer Raststation für Radfahrer werden.
Diese Scheune in Lobenhausen soll schon bald zu einer Raststation für Radfahrer werden. © William Abu El-Qumssan

Der Körler Ortsteil Lobenhausen wird für Radfahrer noch ein Stück attraktiver. Am Ortseingang soll ein ungenutztes Scheunengebäude zu einer Raststation umgebaut werden.

Lobenhausen – Die Gemeindevertreter von Körle haben sich in der jüngsten Sitzung darauf geeinigt, das Vorhaben mit 7500 Euro zu unterstützen. Die Freude bei Lobenhausens Ortsvorsteher Günter Freudenstein ist groß. „Damit war am Anfang nicht zu rechnen“, sagt er. Als er zusammen mit den anderen Lobenhäuser Ortsbeiratsmitgliedern das Vorhaben vor eineinhalb Jahren angestoßen hatte, habe er ursprünglich nicht daran geglaubt, dass es klappt.

Lobenhausen liegt direkt an dem viel befahrenen Radweg 1. Der Ortsvorsteher schätzt, dass im Sommer zwischen 500 und 1000 Radfahrer täglich durch den Ort fahren. Die Rastmöglichkeiten wurden bereits im vergangenen Jahr durch zwei Holzliegen direkt an der Fulda aufgewertet.

Zeitnah sollen mit der sanierten Scheune auch Eis und Getränke folgen, die die Radler an einem Automaten bekommen sollen. Auch eine Service-Station für Fahrräder mit Luftpumpe und Flickzeug soll zum Angebot an der Scheune gehören. Die Sanierungsarbeiten sollen größtenteils durch den Ortsbeirat und den Eigentümern der Scheune in Eigenleistung erbracht werden. Der nächste Schritt ist laut Ortsvorsteher Freudenstein wohl, dass die Eigentümerfamilie Günther das Dach repariert.

Aber Genaueres werde in der Ortsbeiratssitzung am Mittwoch besprochen. Was die Sanierung erleichtert: Die Holzkonstruktion des Gebäudes befindet sich in einem guten Zustand. Das hat Gerd Günther-Dieling vom Zimmereibetrieb Dieling in Wagenfurth festgestellt. Neben dem Dach müssen nur die Scheunentore erneuert und die Gefache im Holzfachwerk saniert werden. Die Arbeiten wird die Wagenfurther Firma übernehmen, sagt der Ortsvorsteher.

Die 7500 Euro von der Gemeinde sollen für neue Scheunentore, Baumaterialien und den Abbruch einer Trennwand genutzt werden. „Mit überschaubaren Mitteln können wir hier sehr viel erreichen“, fasst Körles Bürgermeister Mario Gerhold das Vorhaben zusammen.

Für Freudenstein ist es wichtig, dass die Sanierung bis zum nächsten Jahr abgeschlossen ist. „Für uns steht 2023 die 900-Jahrfeier an“, sagt er. Es sei zwar noch nichts Konkretes geplant, aber für die Feierlichkeiten sei die Scheune eine wichtige Ergänzung.

Allgemein stellen sich sowohl der Gemeindevorstand als auch der Ortsbeirat Lobenhausen vor, die Scheune auch hin und wieder für Feiern und Fest zu nutzen. Ein gelegentlicher Verkauf von Kaffee und Kuchen sei ebenfalls denkbar.

Nach dem Beschluss der Gemeindevertreter erhält Körle 20 Jahre Nutzungsrecht für einen Teil des Erdgeschosses der Scheune. Den anderen Teil wird die Eigentümerfamilie weiter privat nutzen. Zur Zeit wird der Bereich als Lagerraum genutzt. Für die Gemeinde ist auch die Nutzung des Obergeschosses zu einem späteren Zeitpunkt eine Option.

In der Gemeindevertretersitzung wurde außerdem angeregt, die Schilder für Einkehrmöglichkeiten in Lobenhausen und auch in anderen Körler Ortsteilen zu aktualisieren. Hinweise auf so etwas wie die geplante Raststation müsse für die Radfahrer gut sichtbar sein. (William Abu El-Qumssan)

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