Lotterie zahlt Anbau fürs Altenheim mit

Auf dem Dach vom Rohbau: Kassenwart Günter Krummrein vom Vereinsvorstand packt zusammen mit anderen Freiwilligen auf dem Bau kräftig mit an – vergangene Woche verlegten die Ehrenamtlichen Leerrohre für Elektrokabel. Fotos: Grugel

Beiseförth. Der Rohbau für die Erweiterung des Beiseförther Altenheims von acht auf 13 Plätze steht. Bauherr ist der Verein praktische Lebenshilfe. Er erhält 204.446 Euro Zuschuss.

Dem Verein überwies die Deutsche Fernsehlotterie jetzt nach eigenen Angaben 204 446 Euro für das Anbauprojekt. Der Zuschuss der Lotterie deckt rund ein Drittel der Baukosten, erklärte Kassenwart Günter Krummrein vom Vereinsvorstand. Das Glück mit dem Zuschuss hatte der Diakonieverband für den Verein angestoßen: Laut Krummrein schickte der Verband einen dicken Ordner mit Antragsformularen an die Stiftung Deutsches Hilfswerk, die über die Vergabe der Erlöse aus dem Losverkauf entscheidet.

Der neue Anbau wird laut Architekt Ralf Salzmann über einen fünf Meter langen Gang mit dem bestehenden Heim auf einer Ebene verbunden und bietet sechs barrierefreie Zimmer mit Terrasse und Zugang zum Garten. Hinzu kommen Funktionsräume, unter anderem eine Waschküche, ein Therapieraum, ein Bad mit einer Wanne und eine Toilette für Gäste. Das Ganze steht auf einem Kriechkeller.

An den Bauarbeiten beteiligen sich nach Vereinsangaben auch etliche Ehrenamtliche. So verlegten in der vergangenen Woche neben Krummrein auch Vereinsvorsitzender und Pfarrer i. R. Karl Georg Simon mit Elektroingenieur Wolfgang Fröhlich im Gebäude Leerrohre und zogen Stromkabel durch die Leitungen. Die Anleitung dafür hatte Fröhlich auf einer großflächigen Elektroplanung für das Gebäude erstellt. Am Donnerstag wartete das Trio stundenlang auf Materialnachschub, um die Leerrohre komplett installieren zu können. Dabei saß ihnen die Zeit im Nacken. Denn zum Wochenende sollte bereits die Betondecke des Anbaus gegossen werden.

Die Deutsche Fernsehlotterie ist eine Soziallotterie. Sie erwirtschaftete nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr aus Losverkäufen 171,3 Mio. Euro. Mindestens 30 Prozent eines jeden Jahreserlöses werden laut Pressesprecher Michael Pahl als Gewinne ausgeschüttet, ebenfalls mindestens 30 Prozent werden für soziale Projekte ausgezahlt - mit dem Rest werden die Lotteriesteuer beglichen und die Verwaltung unterhalten. Über die zu fördernden Projekte entscheidet die Stiftung Deutsches Hilfswerk. (lgr)

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