Neue Masche: Mehrere Opfer um tausende Euros geprellt

"Love-Scamming" in Nordhessen: Online-Betrüger gaukeln romantische Gefühle vor

Schwalm-Eder. In Nordhessen sind Betrüger mit einer neuen Masche im Internet aktiv. Sie gaukeln ihren Opfern romantische Beziehungen vor und prellen sie um viele tausend Euro.

 „Love-Scamming“ nennt die Polizei diese Betrugsmasche. Derzeit ermitteln nordhessische Beamte in mehreren Fällen mit hohem finanziellem Schaden. Unter den Opfern ist auch ein Mann.

In einem jetzt bekannt gewordenen Fall hat eine Frau, Anfang 50, die Freundschaftsanfrage eines Mannes über das soziale Netzwerk Facebook angenommen. Bei dem Mann handelte es sich um einen angeblichen Amerikaner. Der Mann gab vor, sich als Soldat in Nordafrika aufzuhalten. In der Folge entstand über mehrere Monate ein Kontakt über E-Mail und Telefon. Zwischen den beiden entwickelte sich ein Vertrauensverhältnis. Im Verlauf der Konversation teilte der angebliche Soldat mit, dass er ein Paket an die Geschädigte übersenden wolle, in dem sich wertvolle Gegenstände befänden. Das Paket soll dann beim britischen Zoll in London festgehalten worden sein.

Für die Auslösung sollte die Frau zunächst einen Betrag in Höhe von einigen tausend Euro bezahlen. Nachdem sie das Geld überwiesen hatte, folgte eine weitere Nachricht, dass zusätzliche Zollgebühren in Höhe von mehreren tausend Euro bezahlt werden müssten. Diesen Betrag überwies sie ebenfalls. Die Überweisungen erfolgten auf eine Bankverbindung in England. Ihr wurde dann mitgeteilt, dass der Mann gefangen genommen worden sei und sie 50 000 Euro Lösegeld für ihn zahlen solle. Weiterhin sollte sie 22 000 Britische Pfund zahlen, damit das Paket, welches sich mittlerweile in Frankreich befände, ausgeliefert werden könne. Die Frau hatte zwischenzeitlich Verdacht geschöpft und sich vor kurzem an die Polizei gewandt. Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Masche.  

Wie Sie sich vor der Masche schützen können, lesen Sie am Samstag in der gedruckten Ausgabe der Melsunger HNA.

Rubriklistenbild: © dpa

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