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Lüften bleibt Mittel der Wahl: Landkreis kauft keine mobilen Lüftungsanlagen

Fenster auf: Lüften bleibt Mittel der Wahl: Landkreis kauft keine mobilen Lüftungsanlagen.
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Fenster auf: Lüften bleibt Mittel der Wahl: Landkreis kauft keine mobilen Lüftungsanlagen.

Keine Lüftungsanlagen für die Schulen im Schwalm-Eder-Kreis. Die GEW kritisiert das.

Schwalm-Eder – Im Landkreis gibt es nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) 1830 Unterrichtsräume an Schulen. Von diesen Klassenzimmern und Funktionsräumen sind 270 oder umgerechnet 15 Prozent mit Raumluftanlagen ausgestattet. Mobile Lüftungsanlagen gibt es nicht.

Das seien viel zu wenige, sagt Bodo Hofmann-Thomschewski vom Vorstandsteam des GEW-Kreisverbandes Melsungen-Fritzlar. „Die Politik muss die Priorität bei Bildung und Gesundheit setzen“, sagt Hofmann-Thomschewski. Zwei Dinge seien der GEW wichtig: „Die Kinder müssen in die Schule gehen können.“ Die Kinder bekämen sonst erhebliche Defizite beim Lernen – vor allem aber auch in ihrer sozialen Entwicklung.

Schutzmaßnahmen statt Lüftungsanlagen

Außerdem gelte es natürlich, die nötigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um alle Beschäftigten an den Schulen und die Schüler bestmöglich zu schützen. „Das sind die beiden Maxime, die wir unter einen Hut bekommen müssen.“ Die mobilen Lüfter seien dabei ein wesentlicher Schlüssel.

Der Landkreis setzt nach wie vor nicht auf den Einsatz von mobilen Lüftern: Die Unterrichtsräume an den Schulen des Schwalm-Eder-Kreises erfüllten die Empfehlungen des Umweltbundesamtes, heißt es von der Kreisverwaltung dazu. Das Mittel der Wahl sei dabei das regelmäßige Stoßlüften der Klassenzimmer.

Das Fensteröffnen muss reichen

Darüber hinaus habe der Schwalm-Eder-Kreis als Schulträger für Schulen mit den Jahrgangsstufen 1 bis 6 beschlossen, für Mensen und Betreuungsräumen ohne mechanische Lüftungsanlage und ohne Möglichkeit der Querlüftung dezentrale Lüftungsgeräten (RLT-Anlagen) anzuschaffen. Auch für Klassenzimmer der Jahrgangsstufen 1 bis 6 sollen RLT-Anlagen angeschafft werden, wenn eine Querlüftung nicht möglich ist.

Insgesamt wurde die Installation von 210 Geräten beauftragt. 30 dieser Geräte sind bereits installiert und in Betrieb. Die weiteren Geräte werden aktuell aufgestellt. Kostenpunkt für die RLT-Anlagen: 3,4 Millionen Euro. Vom Bund kamen dabei etwas mehr als 2,3 Millionen Euro Fördergeld. (Damai D. Dewert)

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