Umsetzung im kommenden Jahr

Planungen für das ehemalige Areal des Ritterguts in Malsfeld gehen voran: Investor stellt Vorhaben vor 

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Für das Gelände auf dem ehemaligen Rittergut sind unter anderem Wohnungen, Physiotherapie und eine Arztpraxis geplant. 

Die Planungen zur Wiederbelebung des ehemaligen Ritterguts in Malsfeld werden konkreter.

Während der Sitzung eines Gremiums hat einer der beiden Investoren, der Inhaber eines ortsansässigen Physio- und Fitnessstudios, sein Vorhaben vorgestellt. Er möchte Wohnungen, in denen Menschen ambulant betreut werden, vermieten. Sein Konzept sei in der Region bislang einzigartig.

Das insgesamt 5500 Quadratmeter große Gelände liegt seit 2012 brach. Die Wirtschaftsgebäude des ehemaligen Rittergutes sind damals abgerissen worden – seither hat es viele Ideen gegeben, die nicht umgesetzt werden konnten. „Wir hoffen sehr, dass das Vorhaben jetzt funktioniert“, sagt Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel. Für das Vorhaben wird das Gelände in ein Mischgebiet umgewandelt. Mit der baulichen Umsetzung sei ihm Jahr 2021 zu rechnen, sodass die Nutzung für 2022 anvisiert werden kann, sagt Vaupel.

Gästehaus/Brauerei

An der Ecke zur Brauereistraße wollen die Besitzer des Jägerhofs auf einer Fläche von 1150 Quadratmetern ein Gästehaus mit zehn Zimmern und eine Kleinbrauerei bauen. Bestandteil der Planung ist auch, dass an der Brauereistraße vor dem Jägerhof Parkplätze entstehen werden und dadurch die Straße verlagert wird. „Für Malsfeld wäre eine Kleinbrauerei ein echte Bereicherung“, sagt Vaupel.

Therapie/Arzt/Wohnen

Für das 2130 Quadratmeter große Areal an der westlichen Seite sind zwei Immobilien angedacht. Sie sollen zwei- oder dreigeschossig werden und durch einen Mittelgang miteinander verbunden werden. Der untere Bereich soll für gewerbliche Zwecke genutzt werden. Der Investor möchte dort ebenfalls einen Therapie- und Fitnessbereich auf einer Fläche von 650 Quadratmetern schaffen. Außerdem sollen Räume für eine Arztpraxis entstehen. Um genügend Parkplätze zur Verfügung zu stellen, könnte eine Tiefgarage gebaut werden. Im Obergeschoss sind barrierefreie Wohnungen zwischen 60 und 100 Quadratmetern geplant. Wie viele Wohnungen entstehen, ist noch offen.

Wohngruppe

Für das Gelände im südöstlichen Bereich ist eine ambulant betreute Wohngruppe für Menschen mit Pflegegrad geplant. Das Konzept sei einzigartig in der Region und könne als Vorstufe zur stationären Unterbringung in einem Alters- und Pflegeheim gesehen werden. Das Gelände ist 1780 Quadratmeter groß. Ein zweigeschossiges Gebäude ist geplant für maximal 24 Bewohner. Einzel- und Doppelbelegungen sind in etwa 35 oder 45 Quadratmeter großen Zimmern möglich. Die Menschen werden von einem unabhängigen Servicepersonal betreut. Die Verpflegung übernehmen sie dennoch selbst. „Es ist auch möglich, dass Paare dort wohnen, bei denen nur ein Partner einen Pflegegrad hat und der andere keinen“, sagt der Investor.

Grünfläche

Durch die geplante Wohngruppe verkleinert sich die öffentliche Grünfläche auf etwa 520 Quadratmeter. Mit Gehölzen und Sitzgelegenheiten soll ein Aufenthaltsbereich entstehen. Außerdem wird dort der Gehweg von der Kirch- zur Brauereistraße entlangführen. Eine Entscheidung darüber soll bei einer öffentlichen Parlamentssitzung am Donnerstag, 22. August im Rathaus fallen.

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